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Piercen lernen / AUSBILDUNG zum Piercer - VERDIENSTCHANCEN



 
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Hans
Bambi




Anmeldedatum: 18.12.2009
Beiträge: 94
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 18.12.2009, 15:57    Titel: Piercen lernen / AUSBILDUNG zum Piercer - VERDIENSTCHANCEN

Vorbemerkung:
Ich schreibe das gleiche, was ich unlängst in einem anderen Forum auch sagte:
Seit über ... Jahren schon verfolge ich hier und in anderen „bodymod“- Foren (soferne das als nicht angemeldeter „Schmarotzer- Leser“ möglich war / ist) dieses immer wieder auftauchende Thema (und nicht nur dieses).
Weil es fast überall gar so viele unsachliche / einander widersprechende / unnötige / manchmal schlichtweg falsche ... Kommentare gab, lade ich also meinen Senf dazu auch mal ab, hole aber etwas weiter aus.
Ich hänge den Text nicht einfach an einen der zahlreichen "threads" / Themen an, sondern biete ihn als selbständigen Beitrag, was eine etwaige spätere Suche / Information in der Regel erleichtert.

. 1) In einer Ärzte- Zeitschrift (http://www.aerzteblatt.de/) wurde beklagt (piercing-unter-die-haut-körperschmuck-mit-risiken), daß es bislang in keinem europäischen Land eine geregelte, standardisierte Ausbildung zum Piercer / Tätowierer gebe:
„Piercing ist bislang ein unlizensiertes Gewerbe. Es gibt keine anerkannte Ausbildung... `Wir setzen uns seit Jahren ... dafür ein, dass Piercer ein anerkannter Beruf mit einer standardisierten Ausbildung wird und dass ... klare und spezifische Standards für Zertifizierung, Qualitätssicherung und Überwachung von Piercingstudios entwickelt werden`... Bislang habe sich dies in keinem europäischen Land umsetzen lassen.“

. 2) Und die Miriam hat geschrieben:
Ich bin Heilpraktikerin und interessiere mich aus beruflicher Sicht für Piercing, denn in meiner Heimatstadt Duisburg kenne ich nur wenige Studios, bei denen ich mir sicher bin, das Piercing hier unter hygienisch einwandfreien Umständen vorgenommen wird und der Piercer Kenntnisse von Anatomie insbesondere Neurologie hat.
Des öfteren kam mir schon der Gedanke "warum nicht als HP Piercing anbieten?".
Ich bin gespannt auf Anregungen in diesem Forum und vielleicht hat ja jemand Tips für mich, wo man fachgerechtes Piercen lernen kann und welche Literatur mich unterstützen kann.
Viele Grüße aus dem sonnigen Duisburg, Miriam
(M. Vittinghoff, 15. Juli 2008, http://forum.doccheck.com)

Auf die bedauernde Feststellung im Ärzteblatt wäre eine mögliche Antwort (dieser Abschnitt befaßt sich nur bedingt mit dem Thema):
Mhh, also in Austria gibt es ein schon mehrere Jahre bestehendes Gesetz, das diesen Bereich zu regeln versucht. Es ist einiger Murks darinnen enthalten, in der österreichischen Piercinggesetzbastelkommission ist zwar kein einziger Fachmann / Praktiker, keine einzige kompetente Piercerin gesessen - aber es war dennoch notwendig.
Einer der zumindest fachlich besten Piercer Wiens, der das ehemalige „Wildcat- Vienna“ übernommen hat und der sehr gerne erwähnt, daß ich mich als illegaler Pfuscher erkühne, Fachartikel über Piercings zu verzapfen, hat mir auf meine Frage, warum er sich als beschlagener Experte nicht energischer bei der Entstehung des österreichischen Piercinggesetzes eingebracht habe / für eine längst fällige Neufassung einsetze, überzeugend erklärt, das sei ihm finanziell zu wenig ergiebig, zu mühsam und zu politisch (gewesen) - und auf Politik schei..e er. Meine tatsächliche Antwort in diesem Falle war:
„Es ist ja in Ordnung, daß jeder Mensch eben Bereiche hat, die ihn mehr oder weniger oder gar nicht interessieren. Jedoch: ob in Wien (ganz Österreich) Intimpiercings als nicht wünschenswert / sozial abzulehnen / physiologisch zu wenig erforscht / gesellschaftlich bedenklich / moralisch zweifelhaft ... blabla gelten und daher verpönt sein sollen, hat NICHT WIRKLICH seine Sachgründe in der Soziologie, Medizin, Moralethik ... und so weiter, sondern das ist (ahnst du es schon?) - eine politische Entscheidung ! !
Nur selten in unserem Kulturkreis gelingt es einem Menschen, sich stets völlig von der Politik fernzuhalten. In den Angelegenheiten, die einem persönlich tatsächlich wichtig sind, sollte man sich ihr stellen - sonst wächst die Gefahr, daß immer öfter andere für / gegen den einzelnen oder für eine kleine bevorzugte / gegen eine nicht zu starke Gruppe entscheiden.“

Auch er hat zugegeben, daß in Austria grundsätzlich ein richtiger Schritt in die richtige Richtung getan wurde, daß aber manche Bestimmungen (bauliche Ausstattung, Arbeitstechnik) unnötig erschwerend bis schwachsinnig sind, der praktischen Erfahrung einfach zuwiderlaufen.
Mein Lieblingsbeispiel dazu: im Ösiland (in dem nur „erzkonservative“ Piercings vorgesehen sind) sämtliche Vorgaben einzuhalten wäre nicht einmal mir (der ich vom Piercen nicht leben muß) möglich, und für einen Durchschnittspiercingladen mit „üblichem“ Einzugsgebiet wäre das der Ruin: wenn ich einen PA, der ab 3mm überhaupt erst interessant zu werden beginnt, mit Betäubung (die ich ohnehin ablehne) in 2.4 mm Ringstärke setze und ein paar Tropfen Betaisodona verwende, so könnte ich allein deswegen 4 x (viermal ! ! ! !) Verstöße angekreidet bekommen.
Besagtem Piercer war damals die über bloße „übliche Piercings“ hinausgehende Weiterentwicklung zwar durchaus ebenfalls klar, aber daß diese im Gesetz nicht berücksichtigt wurde war ihm halt schnurzegal - und nun sitzt er eben selbst auch in der schei..e: viele Piercer hier in Austria werden durch die Tatsache, daß Transdermals / Dermal Anchors / Microdermals (Singlepoint Piercings) einen offensichtlich vermeintlich unaufhaltsamen Siegeszug antreten und sie auf eben diesen Zug aufspringen wollen, wieder in die Illegalität getrieben. (Schnipplings und Brändings und Seilschwäbings und Hautabtrännings laß´ ich mal gänzlich beiseite.)
Es bleibt zu hoffen, daß ein etwaiges deutsches bundesweit gültiges „bodymod“- Gesetz die bewährten Teile des österreichischen Gesetzes übernimmt und den Schwachsinn oder die unnötigen Schikanen vermeidet.

Der Miriam habe ich ziemlich ausführlich zum theoretischen Teil der Piercerausbildung Auskunft gegeben - siehe weiter unten.
Zuvor jedoch die Antwort eines Herren aus dem medizinischen Bereich. Die bedarf allerdings einer nüchternen Betrachtung, weil sie auf den ersten Blick sachlich klingt und auch zutreffende (negative) Feststellungen enthält.
Hier der Text.

Wolf R. Dammrich, Re: Piercing (Anmerkung: leicht gekürzt und ohne Bild):
Wie kommt man eigentlich dazu, sich mit solch 'anrüchigen' Themen wie Piercing zu beschäftigen, obwohl doch eigentlich klar sein sollte, dass das 'nicht standesgemäß' und medizinisch nicht ganz unbedenklich ist...?
Die Antwort ist simpel: Wenn man erst einmal gesehen hat, wieviel Unsinn auf diesem Sektor von sogenannten 'Piercern' getrieben wird, die - bar jeglicher Kenntnisse von Anatomie und Physiologie, Akupunkturpunkten und Meridianen - unter Missachtung aller Kontraindikationen und in Unkenntnis auch nur der einfachsten Regeln des sterilen Arbeitens an unseren Patienten herumstochern, wird einem klar: so unvernünftig die Entscheidung, sich piercen zu lassen, auch sein mag, ausreden lassen sich die meisten das sowieso nicht, weil es halt trendy ist, die Freundin auch ein Piercing hat oder man sonst als „out“ gilt.
Da ist es doch besser, dies in die eigene Hand zu nehmen, Piercings in den Leistungskatalog der Praxis zu integrieren und so dafür zu sorgen, dass durch eine medizinisch korrekte Durchführung drohende Komplikationen sicher vermieden werden.
Noch ein Wort zu den sogenannten 'Piercern'. Ungeachtet dessen, welchen Beruf derjenige ursprünglich mal erlernt hat, führt die Teilnahme an einem Wochenendkurs ... an einer selbsternannten Piercing'akademie' zu einem 'Diplom' (schon die Wahl der Begriffe regt mich auf!!!), das demjenigen suggeriert, er sei jetzt "qualifiziert".
Wozu diese Form der "Qualifizierung" in Einzelfall führen kann, mag an folgendem 'Arbeitsfoto' ersichtlich werden, das ich auf der Homepage eines Studios entdeckte, wo es nicht etwa zur Abschreckung dienen sollte, sondern wohl eher zur Eigenwerbung. (Anmerkung Hans: kleiner Labret- Ring wird mit riesigem Gerät aus dem Hobby- Baumarkt zusammengeklemmt statt mit einer Ringverschlußzange. Das ist so offensichtlich, daß ich sogar vermute, das Bild könnte absichtlich- ironisch eingefügt worden sein.)
Seltsamerweise versagt hier die Aufsichtspflicht der Gesundheitsbehörden völlig. Vermutlich, weil zur Vermeidung der Justitiabilität sich die Studios a priori unterschreiben lassen, dass für die Folgen ihres Handelns das Opfer selbst verantwortlich ist. Das nennt sich dann juristisch "Körperverletzung auf eigenen Wunsch".
Vielleicht sollte das in der Medizin auch so eingeführt werden, dann gäbe es weniger Kunstfehlerprozesse <gg>.
Stattdessen plädiere ich dafür, die Dinge in die eigene Hand zu nehmen, sich über die Thematik kundig zu machen und nicht zu scheuen, dabei auch Erfahrungen von solchen Piercern einzubeziehen, die im Erstberuf beispielsweise Krankenschwester und Pfleger waren und korrekt arbeiten. Auch die gibt es glücklicherweise.
Vielleicht gelingt es ja irgendwann, einen Piercing- Kurs in eigener Regie über dieses Forum zu organisieren und so zu einer qualitativen Verbesserung beizutragen.
Literatur zum Thema ist dünn gesät, meist handelt es sich nur um Bildbände. Ein Lehrbuch zum Thema ist in Arbeit, aber die tägliche Praxisarbeit wirkt doch stark bremsend und ein Verleger ist noch nicht wirklich in Sicht.
Lediglich zu Intimpiercings gibt es ein wenig Hilfe: Die CD „Intim geschmückt“, bei Digimight Multimedia in Hilzingen erschienen, erschliesst einen Teilbereich und informiert medizinisch korrekt.

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Meine Antwort (indirekt eigentlich an beide gedacht) war:

Hi Miriam, ich habe schon im Mai 2006 einen (nicht mehr vorhandenen) Artikel zu den Anforderungen in Österreich geschrieben („Wie kann ich Piercer werden?“) den ich dir nicht vorenthalten will:
PIERCEN LERNEN * Soll man sich einem Lehrling anvertrauen?
(http://www.wildcat.de/index.php?view=0c-articleshow&id=4123&cat=1)

Was ich dir aber auch noch sagen will, das steht nicht im besagten Beitrag! Also:
Vorerst mal eine grundsätzliche Feststellung:
Es ist Tatsache, dass piercende Ärzte in ihren in der Regel hygienisch einwandfrei ausgestatteten Ordinationen mit großen medizinischen Möglichkeiten (Betäubung, Wundversorgung, Ohnmacht ...) oft erschreckend wenig Ahnung von der Materie haben (historisch- ethnologische Kenntnisse; Beschäftigung mit dem soziologisch- psychologischen Bereich; Stichtechnik, bzw. individuelles Anlegen des Piercings, weil Menschen eben verschieden gebaut sind; vorauseilende Vorstellung, wie der Schmuck nach der Anbringung sitzen wird und ob er zum Charakter / Typ des Trägers / der Trägerin paßt.)
FERNER: ich kenne auch Ordinationen ... na ja, ich sage nun nichts dazu ... In manchen Piercingläd - oh, „Studio“ heißt das ja jetzt vornehm, geht es hygienisch sauberer zu als dort.
Um nun ja kein Mißverständnis aufkommen zu lassen: ein bestens eingerichteter und blitzender Laden sagt natürlich nicht zwingend etwas über die dort abgelieferte Arbeit aus! Wie meinte (zurecht) mein größter zuvor zitierter Wiener Verehrer, der nur selten eine Gelegenheit mir „ein´s reinzuwürgen“ ausläßt: „Mein Nachbar hat auch einen Maserati in der Garage stehen - das heißt nicht, daß er mit dem Ding auch umgehen kann.“
Und natürlich disqualifiziert sich ein „Studio“ selbst, wenn ein prachtvoller Bello zufüßen des Meisters sich räkelt und der Ladenbetreiber im Lokal das Rauchen erlaubt.
Vor allem ist ein optisch aufgemotzter Laden keine Garantie für die „moralische Verantwortung“ des Tätowierers und Piercers ... besonders dann, wenn rein formal alle gesetzlichen Bedingungen erfüllt sind und der Kerl von seiner Tätigkeit leben muß ...

ANDERERSEITS: ein „piercender“ Doc hat einem Mädchen den Bauchnabel auf-geschnitten, die Banane reingelegt, zugenäht - und dann satt und hemmungslos 3x für „Nachsorge“ abkassiert! Ein anderer hat den Ring abgezwickt! (Der hat halt noch nie etwas von einer Ringöffnungszange gehört.)
Genug andere von Ärzten verpaßte Körperschmuckapplikationen gibt es, die ein Piercer korrigieren mußte - und zwar EINDEUTIG solche, deren zickende Ursache durch falsche Anordnung, falsche Schmuckwahl, falsche Nadelführung ... hervorgerufen wurde! Und nicht durch eine folgende Entzündung, denn jedes frische (auch hygienisch einwandfrei ausgeführte) Piercing entzündet sich selbstverständlich mehr oder weniger - auch wenn mich manche Piercer für diese Feststellung am liebsten wegen Rufschädigung verklagen würden ...
Wenn also jemand allgemein- pauschal empfiehlt, ein Piercing möglichst nur vom Arzt machen zu lassen, so möge er den Ball tunlichst flach halten.
Wenn ich Bauchgrimmen und Scheißerei habe und kotze wie ein Reiher (diesem armen Vogel wird so was gerne unterstellt), dann geh ich doch nicht zum Piercer! Wenn ich ein Piercing haben will, dann wandere ich deswegen doch nicht zum Arzt!!
Erfreuliche Ausnahmen gibt es auch hier: die leider nicht mehr tätige pensionierte Hebamme, die besonders bei weiblichen Intimpiercings einsame Spitze war und die von jeher an sauberes Arbeiten gewöhnt war; der junge aufgeschlossene Dermatologe, der sich wirklich mit der gesamten "bodymod"- Materie beschäftigt hat und ZUSÄTZLICH tatsächlich ernsthaft Piercen gelernt hat ...

Und es gibt keine Info dazu ! ? Ist nicht dein Ernst, gelle? Na ja, du hast mich ja auch nicht gefragt ...
Nur ein einziges Beispiel dafür:
2008 wurde eine umfassende Arbeit über „Bodymodification“ fertiggestellt: Dissertation an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich, vorgelegt von Rhea Kälin. Dir (und auch so manchem Doktore) kommen die Augen ´raus, wenn du dir die Bibliographie anschaust.
Einige Autoren habe ich selbst (schon früher in meinen Fachartikeln) zitiert: Aglaja Stirn, Erich Kasten; Anke Schneider; Veronika Zbinden ...
Wer diese meine erwähnten Beiträge und etliche andere Fachartikel finden WILL, der findet sie ... zwar nicht mehr übersichtlich an einer Stelle, aber doch irgendwo ...

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So nun zu deiner Frage:
Das Thema ist in allen „communities“ / Piercingforen ein regelmäßig wiederkehrender „Dauerbrenner“ mit immer denselben Fragen und (manchmal sogar richtigen) Antworten - verstreut an mehreren Ecken. Ich versuche eine kompakte Zusammenfassung.
Ideal wäre es, in einem guten Piercingladen („Studio“ heißt das heutzutage) als Azubi unterzukommen. Gleich hier ergeben sich zwei Schwierigkeiten: WIE erkennt man „ein gutes Fachgeschäft“ (der gute Ruf ist eindeutig zu wenig!), und FALLS man eines gefunden hat: wie kommt man rein!? Die meisten Piercer haben nämlich kein Interesse, sich die Konkurrenz gleichsam selbst heranzuzüchten, und falls sie doch Leute einstellen, sollten das am besten schon „fertige Piercer“ sein, die keiner Aufsicht mehr bedürfen und die den Ladeninhaber jederzeit eigenständig vertreten könnten. „Echte Lehrlinge“ nehmen sie meist aus dem eigenen Bekanntenkreis. Es scheitert also meistens schon zu Anfang an der Ausdauer des Suchenden und an der nötigen Portion Glück.
Findet man tatsächlich eine Stelle und wird man sich finanziell einig (wieviel muß man zahlen oder kriegt man ein wenig Kohle oder geht es nach der Formel „Mithilfe im Geschäft = Teilhabe an der Erfahrung des Inhabers“), so muß man (wenn die Sache ernsthaft angegangen werden soll) allein für die „Theorie“ eineinhalb Jahre rechnen - immer unter der Annahme und in der Hoffnung, daß alles stimmt, was einem der Meister / die Schäfin verzapft / beizubringen versucht!! Ich habe mir fest vorgenommen keine abschreckenden Beispiele anzuführen, wie man sie in manchem Forum auch von offiziellen Piercer(inne)n regelmäßig zu lesen bekommt.

Man / frau kann auch ein paar Wochen nach Austria kommen und versuchen, die Zulassung zur praktischen Prüfung zu überleben. Ich beschreibe also jetzt NUR den theoretischen Teil aufgrund der § 22 und 352 a Absatz 2 der österreichischen Gewerbeordnung 1994 Bundesgesetzblatt Nr.194, in der Fassung BGBl 1 Nr. 111 / 2002, beginnend bei Punkt 2 :

2) Fachlich- mündliche Prüfung
Kundenberatung, Dokumentation, Auswahl des Schmucks (Materialkunde), Plazierung, Arbeitnehmerschutz, Ausübungsregeln (Zulassungsverordnung) Piercen, Anordnung / Bau und Einrichtung des idealen Piercingladens, Geräte und Apparate (Desinfektion / Sterilisation), Aufbau / Anordnung des eigentlichen Arbeitsplatzes.
Das heißt, bei der theoretischen Besprechung / Beschreibung / Wirkungsweise des Gebrauchs folgender Utensilien / Tätigkeiten sollte nichts schiefgehen:
Schmuckstücke, mechanische Vorreinigung in Lösung (Gewindeschneidöl und Späne bei Titan!), Ultraschall, Einpackhülle, sterilisieren (Autoclav), (rückfettende) Seife, Handdesinfektion, nicht steriles Tuch, Hautdesinfektionsmittel mit Unterarmbedienung, Einmalrasierer, Einweghandschuhe, Mundabdeckung, Haarschutz, Flächendesinfektion, einzeln steril verpackte Handschuhe, sterile einzeln verpackte OP- Unterlage („Wundabdecktuch“), Markierstift, einzeln verpackte sterile Tupfer, Nadelarten, gute (nicht fusselnde) Babystäbchen / Mulltupfer, Wunddesinfektionsmittel, Mundspülungen(?), Pflasterarten, (Schraub)Klemmen / „Fixiergeräte“, Ringöffnungszange(n), Kugelklemmpinzette, Verbandschere, Dehngeräte, Ringklemmzange(n), Schublehre, Durchleuchtlampe, Spiegel, Abfallbehälter ...
Das war nun wild- willkürlich aufgezählt, ist aber egal - die Prüfer fragen ja sowieso auch durcheinander.
Mindestens 30, längstens 40 Minuten vor der gesamten Prüfungskommission.

3) Fachlich- schriftliche Prüfung
... hat auf ... höherem Niveau zu erfolgen, um die Anforderungen ... blabla ... nachweisen zu können.
„Normale“ Anatomie, Dermatologie, Histologie und Physiologie + die jeweils dazugehörigen pathologischen Formen; Allergien, Geschlechtskrankheiten, Unfallverhütung, Hygiene, Erste Hilfe (Erinnerung: nur theoretisch); Virologie, Bakteriologie und Pilzerkrankungen; Kontraindikationen, Ethik, Psychologie, Geschichte des Piercens und Tätowierens, restliche Gesetzeskunde (Abfallentsorgung, Dokumentation auch für Autoclav, Arzneimittelrecht und sonstiges).
Beispiel für Psychologie: Grundkenntnisse jugendpsychologischer Einschätzung ... der Reife, seelische Erkrankungen, Erkennen von „Gruppenzwangsituationen“ / Eigenentscheidungsfähigkeit / Drogeneinfluß, Überschneidungen mit Soziologie ... * *
Gesamtzahl der Lehrstunden mindestens 97.
Prüfung ... hat mindestens 5 Stunden zu dauern ... ist nach maximal 7 Stunden zu beenden.
(§ 7 - 10: Zusammensetzung der Prüfungskommission, Bewertung, Wiederholung, Zusatzprüfung Tätowieren.)

4) ... besteht in der Unternehmerprüfung ... gemäß BGBl 435 / 1993.
Für die praktische Prüfung muß man eigene Geräte und Materialien sowie die Opfer selbst mitbringen. Wer niemanden findet, der sich z.B. ein Augenbrauenpiercing oder einen Nasenring zulegen will und / oder nicht bereit ist, jemanden zu so einem Ding zu überreden, darf sich ein Jahr später nochmal anmelden.

(Sündteure) Wochenend- „ Komplettausbildungskurse mit bescheinigtem erfolgreichem Abschluß“, überall in Deutschland angeboten, sind natürlich auch eine Alternative ... Kein Kommentar dazu.
Ich erinnere nebenbei daran, daß auch Wildkatz München schon mal die Möglichkeit einer Piercerausbildung angeboten hat! Über die Anzahl der tatsächlich eingestiegenen Lehrlinge sage ich aber lieber nichts. Offensichtlich besteht das Interesse nur auf dem Papier / auf der Festplatte und im Forum. Vielleicht hat die Dauer der Ausbildung abgeschreckt ...

Zum Zurechtrücken der Relationen drei ergänzende Beispiele:
Ich habe (nur) zwei Arten der Massage in 4 Kursen zu je 3 Wochen im Rahmen meiner Sportlehrerausbildung gelernt. Die Kurse waren damals günstiger als die Semester-Studiengebühr. Ein Studienplatz an der Uni kostete ja SCHON DAMALs den Staat (den Steuerzahler) mehrere tausend Mark / Jahr.
Die gewerbliche Ausbildung zum Masseur dauert derzeit im Schnitt (ohne zu oftes Durchfallen bei den Prüfungen) zweieinhalb bis drei Jahre, Kosten € 6000.
Die praktische Ausbildung für bleibende Anschmiererei („permanent make up“) kostet in Austria (für den ersten Kurs zwei Wochen) € 1950. (Stand 2005)

Noch einige abschließende Bemerkungen betreffend den zweiten Teil der Überschrift: über eine angehende Piercerin, die es sinngemäß „mit der Zeit schon lernen werde“, wurde allen Ernstes gesagt, sie gehöre gemieden und überhaupt AUS DEM VERKEHR GEZOGEN. Dieser Vorwurf ist schlichtweg einer der dümmsten hier jemals erhobenen. Würde er wirklich konsequent auf alle andern Branchen übertragen, gäbe es in Zukunft keine Masseure, Bäcker, Ärzte, Automechaniker, Lehrer, Friseure, Programmierer ... mehr, denn die derzeit schon langjährigen Fachleute würden ja aussterben.
Aber natürlich will jeder für SEINE eigene Operation einen Spitzenchirurgen am Werk wissen, für die Reparatur seines Autos den besten Mann der Werkstatt haben, den erfahrensten Mitarbeiter der Bank für die Anlageberatung usw. Die erbärmliche Doppelmoral läßt grüßen ...
Wie schaut die Praxis beim Piercen denn aus!? Meist wird zuerst am eigenen Luxuskörper geübt, bis der zugenagelt ist, dann werden Freunde und Verwandte beschenkt, dann „fremde“ Leute bearbeitet, und wenn man / frau Glück hat, landet man in einem guten Studie und kann unter Aufsicht einer Fachfrau / eines Fachmannes und später alleine arbeiten.

Ich hätte jedenfalls keine Bedenken, mich für ein STANDARD- Piercing zum ermäßigten Preis vom Azubi piercen zu lassen, wenn der Meister sorgfältig überwacht. Und natürlich wird sich das Piercing weniger oder mehr entzünden, denn das tut es ja bei jedem Piercer.
Bei eindeutig schiefem, zu hohem ... Stich, obwohl ich ruhig gehalten habe, sei beiden verziehen, wenn die Sache sofort kostenfrei bereinigt wird. Vielleicht fällt für die etwaige zusätzliche Qual noch eine Gratis- Ersatzkugel ab. Aber wie gesagt: im Regelfall ist der Kunde nicht das erste Opfer für das jeweilige Piercing. Und wer sich einen Stab durch die Handfläche piercen lassen will ... na ja, der braucht ohnehin keinen Lehrling und wird höchstwahrscheinlich einige kühne Meisterpiercer abklappern müssen ... Viel Glück wünscht diesen Leuten ha

( PS: Miriam hat sich bedankt, mit einer Reaktion des Herrn Doktors rechne ich nicht mehr. )


Kann man / frau nur VOM PIERCEN allein LEBEN?

Ich sage das mal ganz deutlich- unverblümt (und lasse mich dafür auch klagen - die Last der Beweisführung obliegt dann mir):
Wenn es sich um keinen europareisenden „Wanderpiercer“ handelt und in der hypothetischen Anname, daß alle Piercer die gleichen Fähigkeiten und über die gleichen Kenntnisse verfügen: es kommt darauf an,
. 1) wo sich der Standort befindet (Größe des Einzugsgebiets, wie viele andere Piercingläden noch vorhanden sind),
. 2) wie die Gesetzeslage des jeweiligen Landes ist,
. 3) inwieweit der Piercer sich daran zu halten bereit ist und
. 4) wie er angesichts bestimmter keinem Gesetz widersprechender Kundenwünsche reagiert.

Ich behaupte nun, unter Berücksichtigung von 1 - 3 ist in Wien (samt Umland etwa 2 Millionen Einwohner) kaum ein Nur- Piercer überlebensfähig. Vielleicht hat unlängst ein neues Geschäft eröffnet; ich kenne jedenfalls keines.
Es ist ja auch klar warum: ein Großteil aller östereichischen Angebote befindet sich in der Bundeshauptstadt, und das Austria- Gesetz schließt die (gar nicht mehr so neuen) „neueren Applikationstechniken“ Transdermals / Hautverankerungen = dermal anchors / Hauteintaucher = skin diver / Microdermals / Singlepoint Piercings ... aus - Kaddings, Brändings und Schnipplings sowieso! (Es geht nun nicht darum, ob das unnötigerweise oder zurecht so ist!) Der Ösi- Piercer teilt sich sein Geschäft also mit einem Tätowierer oder er inkt selbst auch.
Meine ehemalige Piercerin, die ich vor Jahren aufgrund ihrer Sprachschwierigkeiten durch die Ausbildungszeit und Prüfungen begleitet habe (mit ihr gelernt habe und bei den Prüfungen auch dabei war, denn die Amtssprache ist nun mal deutsch), die zuvor in drei Geschäften tätig war, die wagte im Dezember den Sprung in die Selbstständigkeit > sie wird folglich Alleinentscheidende in ihrem Lokal sein - mit allen Vor- und Nachteilen! Allerdings, damit keine Illusionen entstehen: sie besitzt inzwischen fünf Gewerbescheine dieser Branche! (Und das muß ihr zuerst mal jemand nachmachen.)
Ungeachtet dessen bleiben die laufenden Fixkosten (nähere Angaben dazu erübrigen sich wohl), und vorher gab es die Mühen der Ausbildungen sowie deren Kosten als auch die der Einrichtung und Geräte. Das benötigte Verbrauchsmaterial zähle ich zu den Fixkosten (Siehe „Selbstkosten“ in meinem Beitrag zum „Selbst- Stechen“.)
Meine Position ist ganz klar: ich will NIRGENDWO in Austria einen eigenen Laden führen und davon leben müssen.

In Deutschland ist es naturgemäß etwas leichter, doch könnte es sein, daß der Betreiber eines Geschäftes in einer Kleinstadt zuweilen in ernsthafte Schwierigkeiten kommen mag seinen Lebensunterhalt zu verdienen (Erinnerung: Punkt 1 - 3).
Ganz anders schaut es aus, wenn 4 berücksichtigt wird: in Österreich bringt das auf Dauer jeden Piercer, der keinen Nebenerwerb hat oder nicht zugleich auch Tätowierer ist, endgültig in den wirtschaftlichen Ruin, und in Deutschland erschwert es das Überleben beträchtlich.
Unbarmherzig führt 4 zur Frage:

Soll der „bodymodder“ = Körperveränderer (Piercer / Tätowierer / Schnippler / Brenner ...) jeden rechtlich gedeckten Auftrag erfüllen? Soll er manche Wünsche ablehnen?
Der Vollständigkeit halber erwähne ich: dazu gehört auch der Frisör, der einem 19jährigen Jüngling, von dem ihm bekannt ist, daß er gerade auf Dschobsuche ist, eine Seite des Schädels ratzeputz kahlrasiert und die andere Hälfte mit einem vierfärbigen kühnen „Irokesen“- Schnitt verziert.
Dazu gehört in weitestem Sinne auch der plastische Chirurg, der einem Mädchen mit proportional traumhaft schön gebautem Körper (B 75- Busen) und hübschem Gesicht einen D- Balkon verpaßt und die Lippen auf doppelte Größe aufspritzt und die kleinen Labien zunäht, nur weil ihr seelisch verkrüppelter reicher Madscho- Freund das so haben will und tausende Euronen dafür springen läßt.
Das betrifft auch den fortschrittlichen Künstler, der einem auffallen wollenden Interessenten, dem es noch an Selbstwertgefühl mangelt und der etwas Ausgefallenes sucht („Etwas, das in meiner Stadt keiner mehr hat!“) die Oberlippe entfernt, damit dieser dann mit seinen neckisch freiliegenden Beißerchen allerorts und jederzeit arme alte Omas schocken kann.
Das betrifft das ernsthafte Ärzteteam (Psychiater, Chirurg, Neurologe, Anästhesist), das sich nach intensiven Gesprächen mit dem Patienten / der Patientin (in diesem Fall ist dieses Wort gerechtfertigt) schlußendlich dazu entschließt, ihm / ihr ein völlig gesundes Bein zu amputieren, weil er / sie ohne diesen Eingriff nie glücklich leben zu können glaubt.

Ich komme zurück zum „normalen“ Körperkünstler und setze also voraus, daß in seinem Land gesetzlich nichts den Kundenwunsch verhindert.
Einschub: in Österreich darf z.B. in gewissen Situationen nicht gepierct / tätowiert werden: bei einigen Gegenindikationen, etwa wenn der Kunde Diabetiker ist; weitere verpflichtende Eingriffsverweigerung, jetzt nur in Schlagworten gebracht: Drogeneinfluß / fehlende eigenständige Entscheidungsfreiheit sowie ´fragwürdige jugendpsychologische Entwicklung´ und „Gruppenzwang“.
Warum erwähne ich die beiden letzten Bespiele? Weil in Austria Jünglinge und Jungfrauen (als auch nicht solche) ab 14 Jahren es unter bestimmten Voraussetzungen leichter haben, um regulär gegen den Willen der Erziehungsberechtigten zu ihrem Piercing zu kommen. (Für Tätowierungen gilt das nicht, weil der Gesetzgeber sagt, die seien irreversibel und so jungen Menschen sei die Konsequenz ihres Handelns nicht zumutbar.)

Was also, außer gesetzlichen Vorgaben, mag dem kostbaren Recht auf Meinungsfreiheit und eigene Lebensführung entgegenstehen?
Zuerst mal: grundsätzlich ist kein Piercer gezwungen, den Kundenwunsch zu erfüllen! Die von mir geschätzte Piercerin „Desh“ meinte einmal: „Egal ob ´ne 18jährige Jungtussi antanzt oder ein würdevoller pensionierter Hofrat auftaucht - ich pierce auch einen 79jährigen Opa mit Einverständniserklärungen zugleich von Mama, vom Ehepartner und von der Urstrumpftante sowie der Bewilligung vom Salzamt unter Vorlage aller Geburtsurkunden nicht, wenn ICH es für bedenklich halte!“ Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Ferner: wenn der Piercer etwa die Montage nicht beherscht oder aufgrund eines anderen Umstandes unsicher ist, so ist es allemal besser dieses nicht zu setzen. Manche schieben dann fadenscheinige Ausreden („Bei deiner Zunge geht das nicht.“ „Ein PA ist vieeel zu gefährlich!“) aller Art vor, was aber auch noch besser als die mißglückte Montage oder das Inkaufnehmen unbekannter Risiken ist. (An dieser Stelle eine meiner Lieblingssätze: es ist dabei unerheblich, ob diese Risken tatsächlich oder vermeintlich bestehen!)
Ich habe keinerlei Hemmungen zuzugeben, daß ich z.B. ein Uvula- Piercing (besitze nicht einmal das Spezialwerkzeug dafür) sowie die in Österreich offiziell verbotenen „Implantate“ / Transdermals ... noch nie ausgeführt habe.
Aber ich schicke auch oft Leute weiter, weil ich gewisse technisch relativ unschwierige Piercings (Handweb, Nacken, Augenbraue ...) nicht / nicht mehr mache. Dafür mußte ich mich in einem anderen Forum „arrogantes zensiert“ und „prebotenter diehnstleistungsverweigerer“ schimpfen lassen. (Wie sage ich dazu immer: möge mir nie im Leben Böseres widerfahren!) Wer Lehrer, Piercer, Arzt, Bergführer sein ... als reine Dienstleistungsberufe einstuft, der möge das tun.
Allerdings, und nun kommt der entscheidende Punkt: ich muß vom Piercen nicht leben und kann mir folglich „mehr leisten“! (Spruch in Austria dazu: „Mit voller Hose ist leicht scheißen.“) Wenn der Kunde Alternativvorschläge entrüstet ablehnt, so darf ich dann aber nicht beleidigt sein und sollte ihn an einen möglichst kompetenten Kollegen verweisen.
Fakt ist jedenfalls: „Desh“ sowie sämtliche andere Piercer und Tätowierer, die einen legalen Wunsch ablehnen, verzichten immerhin auf Geld!
Tatsache ist: das Argument, wenn ich es nicht tue, macht es ein anderer und kassiert, wiegt für mich zwar weniger, aber es stimmt!
Zwischenfragen:
. Soll man einer wild entschlossenen 14jährigen, die mit aller Gewalt einen Oberohrschmuck (Knorpelbereich!) oder ein Bauchnabelpiercing haben will, ihren Wunsch wirklich erfüllen mit der zutreffenden und möglicherweise sogar ehrlich gemeinten Begründung: bevor sie es beim Drogisten oder im Großkaufhaus oder beim Haarschneider preisgünstig mit der Pistole geschossen holt; bevor sie es sich selber anpfuscht oder von der Freundin gestochen kriegt oder es in der Bude des Jahrmarktfestes besorgt oder beim hygienisch zweifelhaft arbeitenden Hinterhofpiercer bekommt, mache ich es?
. Wer bezahlt, wenn aufgrund eines Eingriffes (z.B. Piercing durch die gesamte Handfäche, auf´s Hirn tätowierter Totenkopf) eine teilweise Arbeitsunfähigkeit (Erwerbsbehinderung!) eintritt und / oder der damit beglückte Träger wegen Unvermittelbarkeit bei der Dschobsuche teilweise zum Sozialfall wird?

Die entscheidende Frage greift jedoch tiefer (es ist dieselbe wie etwa in der Genforschung, nur zwei Etagen unterhalb): ist alles, was technisch inzwischen durchführbar und gesetzlich erlaubt ist, auch verantwortbar / soll es gemacht werden!? Vor dieser Antwort können wir uns auf Dauer nicht drücken, und sie führt zwangsläufig weit in die Bereiche der Soziologie und „Moralethik“.

Im „bodymod“- Bereich sollte ein klares keine Grauzonen hinterlassendes deutsches Gesetz das Bewährte aus dem Austria- Gesetz übernehmen und den Schwachsinn meiden (siehe Artikel) sowie etwas flexibler sein, damit nicht sofort so wie in Österreich vier Fünftel der Piercingstätten von Anfang an „illegal“ sind.
Alles andere (Absichtserklärungen, „Prüfsiegelverleihungen“, urkuhle Webseiten, tolle Ausrüstung, sauteure Wochenend- Piercingkurse ...) ist unbefriedigende Schaumschlägerei. Regelmäßige Kontrollen der Einhaltung eines vernünftigen Gesetzes mit abgestuften Sanktionen bei Nichtbefolgung wären dann Voraussetzung für die Wirksamkeit.
Es ist nur eine Frage der Zeit, wann auch in Deutschland eine bundesweite staatliche Regelung erfolgt - aber ernsthaft daran mitarbeiten müßte jeder Betroffene zum Wohle der Kunden und der „bodymodder“ (Selbstschutz!) jetzt schon, bevor andere Interessensgruppen diesen Bereich alleine entscheiden!
Überraschen, was dabei herauskommen wird, läßt sich ha


QUELLENangabe:
(Auswahl. Nicht alle Antworten sind lesenswert oder gehören zum Thema. Weil sich die Antworten überall annähernd gleich wiederholen, genügen die Tips aus einem Forum.)

Piercen lernen
http://www.wildcat.de/forum/read.php?f=5&i=4418&t=4418

Piercingmodelle gesucht
http://www.wildcat.de/forum/read.php?f=3&i=74829&t=74829

Piercer werden
http://www.wildcat.de/forum/read.php?f=3&i=35279&t=35268

Piercen lernen
http://www.wildcat.de/forum/read.php?f=3&i=917&t=680

Wochenend- Piercingkurse
http://www.wildcat.de/forum/read.php?f=3&i=41814&t=41812

Unterlagen zur österreichischen Piercingprüfung (medizinischer Teilbereich in St.Pölten, Herbst 2004): Philipp Olivier: „Hygiene ... , Virologie ... “ , WIFI St.Pölten, Sept. 2003

Österreichische Gewerbeordnung 1994 Bundesgesetzblatt Nr.194, in der Fassung BGBl 1 Nr. 111 / 2002. Rolling Eyes

http://www.wildcat.de/index.php?view=0c-articleshow&id=6303&cat=1
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