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Piercing Forum - - ENTZÜNDUNG




ENTZÜNDUNG



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Hans
Piercing Freak




Anmeldedatum: 18.12.2009
Beiträge: 180
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 15.03.2010, 17:49    Titel: ENTZÜNDUNG

Entzündung - Infektion > (Infektions)Krankheit nach dem Piercen

Ich versuche, einiges an verschiedenen Stellen schon Gesagte übersichtlich und doch knapp zusammenzufassen und mit einigen weiteren Infos / Erklärungen anzureichern.
Also:

JEDES NEUE PIERCING ENTZÜNDET SICH nach der Applikation („Montage“) je nach Körperstelle, persönlicher Veranlagung, Pflege und Art des Schmuckes mehr oder weniger. Ein anschließender Gang zum Doktore ist nicht standardmäßig notwendig. Die Entzündung ist eine normale und sinnvolle Reaktion des Körpers (des Immunsystems) und kein Grund zur Panik.
Allerdings sind nicht immer alle fünf Kardinalsymptome klassisch ausgeprägt; jedenfalls sind sie eine wichtige Hilfe bei der Diagnose (Unterscheidung entzündlicher Abläufe im Körper von anderen Vorgängen). Bei massiven Entzündungen sind oft auch die Lymphknoten der entsprechenden Körperregion selbst entzündet (Lymphadenitis) und schmerzhaft geschwollen. (Das Ende eines Terminus mit „ ... itis“ weist auf eine entzündliche Erkrankung hin.

Aber von Anfang an. Bevor wir krank werden sind wir hoffentlich irgendwann mal vorher gesund gewesen >
Gesundheit: Zustand völligen geistigen, sozialen und körperlichen Wohlbefindens.
Krankheit: eine der möglichen Definitionen: Störung der körperlichen und / oder seelischen Harmonie / des Behaglichkeits- und Geborgenheitsgefühls.
Infektion (lat. inficere = etwas hineintun): das Eindringen (Eindringen und Vermehren) von Mikroorganismen in den Körper > jede Infektionskrankheit setzt das voraus.
Eine Infektionskrankheit, volkstümlich eine „ansteckende Krankheit“, ist aber nicht automatisch einer Infektion gleichzusetzen, da nicht jede Infektion zwingend eine Erkrankung bewirkt!!! Für den Piercer / Tätowierer völlig ausreichende Beschreibung / Erklärung für eine
Infektionskrankheit:
Das Eindringen (das Vorhandensein) von Krankheitserregern in den menschlichen Körper (sowie deren Vermehrung dort), sofern die Immunabwehr mit den Eindringlingen nicht sofort (bzw. einigermaßen schnell) fertig wird oder gegen sie nicht ausreichend gewappnet ist.
In diesem Zusammenhang ist wichtig der Begriff der
Pathogenität: die Eigenschaft(en) / Möglichkeit / Potenz, um Krankheit(en) verursachen zu können - es sind ja nicht alle Bakterien und Viren für den Menschen gleich krankmachend oder überhaupt schädigend! Und es kommt auch auf das jeweilige Individuum bzw. dessen jeweiligen Gesundheitszustand drauf an - siehe die Beiträge „Herpes simplex- Virus“ und „Staphylococcus aureus“!
Und schließlich gibt es viele Kleinstorganismen, vor allem Bakterien, die sogar erwünscht oder gar unverzichtbar sind - mehr dazu später.
Leider aber viel zu oft sind die Eindringlinge absolut unnötig. Man nennt das zum Beispiel bei Aids: Defekte der zellulären Immunität mit opportunistischen Infektionskrankheiten und Kaposi- Sarkom sind die Folgen der Infektion.
Opportunistische Infektionskrankheit: Menschen mit gesundem Immunsystem bekommen diese nicht.
Inkubationszeit: Zeitraum von der Infektion bis zum sichtbaren Ausbruch der Krankheit.
Infektionsquellen sind Mitmenschen (z.B. HIV), Tiere (z.B. Malaria durch Gelse, FSME durch Zecke) und Umwelt (z. B. Hepatitis A durch Trinkwasser);
Krankheitserreger sind Viren, Bakterien, Pilze, Protozoen, Parasiten oder auch Prionen.
Übertragungswege: indirekt über Transportmittel (gemeinsame Nadeln ...); direkt durch unmittelbaren Kontakt mit erregerausscheidenden Personen / Tieren.

Zurück zum gestern noch vollkommen braven Piercing:
Auch längst ausgeheilte Piercings können sich (durch Druck, Verunreinigung / nachlassende Pflege, chemische Reizung durch „schönmachende“ Schmiere und Stinke, mechanische Verletzung / Hängenbleiben, starken Temperaturwechsel / im Winter durch zu viel Kälte ... ) immer wieder mehr oder weniger zickig entzünden! Und ja (Wiederholung): bei vorgeschädigter Haut, als da z.B. sind Insektenstiche, Durchfeuchtung der Hornschicht, Kratzer und Schürfungen und auch Hautrisse, Piercingstiche ... kommt es eben viel leichter zu einer Infektion!

NOTWENDIGE Bakterien
In unserem Organismus wimmelt es nur so von fremden Besuchern. 100 Billionen (das ist eine Zahl mit 14 Nullen) Bakterien machen sich auf unserer Haut und in unserem Körper breit. Daneben gibt es noch Spinnentierchen, Amöben, Pilze, Viren ... machmal auch Würmer (die allerdings „Riesen“ sind). Etwa 90 Prozent der Zellen in unserem Körper sind nicht menschlichen Ursprunges, sondern kleinste Lebewesen (Mikroorganismen).

Kurzer E i n s c h u b aus dem „Pflege- Artikel“:
Im Gegensatz zu Bakterien (die ihre Lebensenergie selbst gewinnen können) besitzen Viren keinen eigenen Stoffwechsel und brauchen deshalb andere lebende Zellen zur Vermehrung.
Knifflige Lage: eine Therapie, die Viren schädigt, tut dies normalerweise gleichzeitig auch bei den eigenen Körperzellen. Medikamente wirken nicht bei inaktiven Viren und können beim Ausbruch der Krankheit lediglich eine weitere Ausbreitung dieser verhindern.
Bei einigen Erkrankungen wird durch eine einmalige Infektion (ganz korrekt formuliert: durch eine Infektion + nachfolgender Erkrankung) ein lebenslanger Schutz geschaffen (siehe Artikel Immunabwehr). 

Wiederholung: im Vergleich zu den Erfolgen bei den bakteriellen Infektionen bietet sich für die Berufenen unter euch in der Virologie noch ein weites Forschungsfeld (vom gewöhnlichen Schnupfen bis zum immer noch tödlichen Aids).

Den weitaus größten Anteil unserer „Mitbewohner“ machen eben die Bakterien aus.
Unsere Körpertemperatur bietet für sie beste Wachstumsbedingungen, sodaß im „Biotop Mensch“ gleichsam Milch und Honig fließen. Bis zu tausend Millionen Bakterien finden sich etwa neben anderem Getier in einem Milliliter Speichel - was nicht verwundert, ist doch in der Mundhöhle der Tisch immer gut gedeckt.
Für den Menschen bringt dieses Zusammenleben auch viele Vorteile. Deutlicher formuliert: ohne gewisse Bakterien wäre ein Leben für uns gar nicht möglich.
Auf der Haut (Schleimhaut) sind sie zuständig für die Abwehr von anderen für uns schädlichen Mikroorganismen, etwa als Säureschutzmantel der Epidermis oder in Form der Scheidenflora. Auch im Mund haben feindliche Keime kaum eine Chance. Zudem helfen die Bakterien beim Zersetzen von Eiweiß und stützen so unsere Verdauung. Hautbakterien wiederum sind auch verantwortlich für unseren Eigengeruch: sie „verstoffwechseln“ abgesonderten Schweiß und tragen so zu unserer persönlichen Duftnote bei.
Die meisten Mikroorganismen aber tummeln sich im Darm: etwa 1.5 kg brächte unsere Darmflora auf die Waage, würden wir sie abwiegen - das sind drei Viertel des Gesamtgewichtes unserer bakteriellen Untermieter. Sie helfen beim Verdauen, produzieren wichtige Vitamine sowie kurzkettige Fettsäuren, scheiden Gase aus und wehren erfolgreich Eindringlinge ab.
Das Darmbakterium Escherichia coli beispielsweise besitzt eine chemische Waffe: es sondert die Substanz Colicin ab, die ähnlich wirkt wie ein Antibiotikum und Keime abtötet. Ohne Mitbewohner wie E. coli wäre es schlecht um uns bestellt. Das haben Tierversuche ergeben: Ratten, die keimfrei gemacht wurden, hatten verkümmerte Lymphknoten, eine verkleinerte Milz und unreife Immunzellen. Sie bekamen schwere Infektionen und starben daran.
Zwei weitere wichtige Funktionen fallen unseren Untermietern zu: sie trainieren einerseits unser Immunsystem, haben aber zusätzlich auch eine Platzhalterfunktion > das heißt, andere uns eventuell schädigende Bakterien finden keinen Raum zum Niederlassen vor! (Das ist wie eine volle Bim, in die niemand mehr einsteigen kann.)
Problematisch kann es werden, wenn die Mikroorganismen ihre Nischen verlassen und es sich andernorts bequem machen. E. coli ist im Darm für uns ein wertvolles Geschenk, in der Harnröhre verursacht es Probleme. Auch harmlose Hautbakterien können durch Verletzungen ins Nagelbett eindringen und dort Ärger machen.
Natürlich gibt es auch Kleinstlebewesen, die uns primär Schaden zufügen, wenn sie in unseren Körper gelangen. Diphtherie, Pest, Cholera, Tuberkulose ... ... sie alle werden von Bakterien ausgelöst. Auch Salmonellen und Listerien können heikle Infektionskrankheiten hervorrufen. Doch sind es vergleichsweise wenige Arten, die uns gefährlich werden können. Und daß dies so selten geschieht, dafür sorgen unsere nur unter dem Mikroskop sichtbaren Untermieter. (P. Abfalter)

FAZIT:

. 1) Eine ENTZÜNDUNG ist nicht automatisch = zwangsläufig eine INFEKTION. Erst wenn krankmachende Fremdkörper durch eine Wunde oder sonstwie in den Organismus eindringen, kann das eine Infizierung / Infektion verursachen ... ... und ob daraus eine (Infektions)Krankheit wird > siehe oben!

. 2) Weil er so schöhhn ist, der in manchen Foren unentwegt locker hingeschmissene Sager von der eingekapselten Entzündung, der tieferes Wissen vortäuschen soll, nochmal dessen Entstehungsgeschichte (dem Erfinder wird von mir der „Kleine Piercing- Orden am schwarz-rot-güld´nen Bande“ verliehen):
Wenn der Stichkanal eines Piercings und dessen Umgebung entzündet ist (was bei einer frischen Applikation immer der Fall ist), so ist das Rausnehmen des Schmucks bei längerem lästigem Zicken, welches meist verbunden ist mit mehr oder minder frustigen Schmerzen, kein Nachteil.
Allerdings: wenn daraufhin durch das Schließen der Nadelein- und Austrittsöffnung (durch die Anwendung von Salben auch bei vorhandenem Schmuck möglich!) im Inneren des Kanals vorher eingedrungene unliebsame Keime verbleiben, so kann aufgrund dieser Infektion ein schädlicher Verlauf sich ergeben (mir weniger zusagende Formulierung: so kann eine Entzündung zur Infektion werden und dann eine Schädigung bewirken) - das ist vermutlich der Grund! (Eine anschließende Durchspülung des Stichkanals mit klarem, warmem Wasser, eventuell eine Desinfektion desselben, ist also sinnvoll - gehört zum Bereich „Pflege“.)
Wenn sich aber vorher schon Eiter angesammelt hat, dann ist NICHT das Ausfädeln schuld - logo? Das Rausnehmen hätte vielleicht sogar früher erfolgen sollen, um den Stichkanal frei zu machen (Druckentlastung). Ob der Eiter dann von selbst noch abgeflossen wäre, das ist nicht sicher. (Manchmal können sich überraschend zähe Pfropfen bilden.)


Das folgende Beispiel, stellvertretend für etliche andere, ist nicht erfunden!
Mein Arzt, als er ... das etwas entzündete Piercing gesehen hat (ab hier wörtlich):
// "Der Ring sollte aber schleunigst raus." Ich: "Wieso?" Er: "Na, damit sich das beruhigt und abheilen kann ... “
Ich hab ihm dann gesagt, dass ich den Ring auf keinen Fall einfach so rausmachen werde, weil ich keine Lust auf eine eingekapselte Entzündung hab. Daraufhin wurde er zumindest sehr nachdenklich und meinte, dass er daran ja gar nicht gedacht habe. //
Also ich bin auch ziemlich skeptisch Ärzten als Piercer gegenüber, aber einen hierzulande ausgebildeten und dennoch total unwissenden wie soeben beschriebenen Arzt würde ich gerne mal sehen, bei dieser Unterhaltung wäre ich gerne Mäuschen gewesen ...
Immer wieder wird das liebgewonnene Ammenmärchen mit einer gewissen selbstschmeichelnden Lässigkeit (die kompetente Sachkenntnis signalisieren soll) aus dem Hokuspokuszylinder des Halbwissens gezaubert und stolz der beifallklatschenden Leserschaft serviert, um die Überlegenheit eines „informierten Profi- Laien“ gegenüber dem angeblich ahnungslosen Arzt zu unterstreichen.

Vom Körper als Schutzreaktion eingekapselt werden anorganische Fremdkörper (z.B. Metallspäne) und fremde Eiweiße / schädigende Keime, aber keine Entzündung. Ein Abszeß ist in der Regel eine umschlossene Eiteransammlung, und die muß (nach erfolgreicher Einkapselung) nicht zwingend schmerzhaft sein.

. 3) Und drittens, es kann eine Entzündung auch bei vollkommen unverletzter Haut entstehen ... man denke nur an eine Stauchung / Prellung des Knöchels / im Knie! (Solch eine aseptische Entzündung ist z.B. auch beim Bauchnabelpiercing durch Druck und Reibung des Gewandes nicht überraschend.)
Ist es nachvollziehbar, daß jemand, der ahnungslos ist, sich aber selbst behandeln möchte, sich beim Medikament vergreift und etwa den Inhalt einer angebrochenen Antibiotikapackung in Folge futtert, gelegentlich mit einer Flasche Bier hinunterspült und zum Trost ein kleines Zigaretterl verzehrt?
Mahlzeit wünscht ha !


Zuletzt bearbeitet von Hans am 29.08.2013, 09:51, insgesamt 6-mal bearbeitet
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Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 19.10.2010, 11:01    Titel:

Gut, dass das mal jemand klar gestellt hat (Unterschied Entzündung<->Infektion)!
Jetzt weiß ich, was los ist und werde in Zukunft auf die korrekte Verwendung der Begriffe achten Smile

lG
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"Auschwitz fängt da an, wo einer steht und denkt, es sind ja nur Tiere." (Theodor W. Adorno)
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