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Piercing Forum - - Das BRUSTWARZEN- Piercing (Jan. 2006)




Das BRUSTWARZEN- Piercing (Jan. 2006)



18 Karat 750 Gelbgold Bauchnabel Piercing Echtgold Bananabell
Beide Kugeln mit eingefassten Kristall

18 Karat Gelbgold Klemmkugelring – 1,6 mm
BCR aus hochwertigem 18 Karat (750er) Massivgold

Nasenstecker aus hochwertigem 18 Karat (750er) Massivgold
5 mm mit kleinen Kristallen eingefasste Blume

Handgefertigtes Tragus-Piercing aus 14 kt Rotgold
mit einem 5mm in Herzform gechliffenen rosa Turmalin Geburtsstein

14 kt Gelbgold Barbell Closure Ring
Die 4 mm Kugel ist mit 19 Diamanten zusammen 0.15 Karat besetzt

14 kt Gelbgold Nasenpiercing Stecker
mit einem 3mm 0,1 Karat SI1 Diamanten


 
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Hans
Piercing Freak




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BeitragVerfasst am: 12.02.2010, 12:40    Titel: Das BRUSTWARZEN- Piercing (Jan. 2006)

Anatomie (Histologie) und Physiologie der weiblichen Brust
Das männliche / weibliche STANDARD- Piercing (Ersteinsatz)
Nippelpiercing und STILLEN
Quellenangabe (Auswahl)

Vorbemerkung:
Ich antworte jetzt nicht auf eine Reihe von gestellten Fragen direkt jeweils unter den auskunftsheischenden Beiträgen, sondern biete einen „Basisartikel“.
Seit Jahren taucht diese Thematik in sämtlichen Piercing- Foren mit immer wieder den gleichen Fragen und Antworten (manchmal sogar den richtigen) auf, und auf allen Seiten werden Halbwahrheiten und zuweilen schlichtweg falsche Behauptungen geboten.
Bezüglich „Nachwuchs stillen oder BWP“ ereifer(te)n sich die Leser(innen) teilweise heftig über soziologisch- moralische Fragen.
Ich gehe nun aber nicht darauf ein was passiert, wenn der lover nach dem überraschenden Entdecken des neuen Schmucks die Beziehung löst; wenn das Bähbie ein Kugerl verschluckt; ob es sinnvoll ist, wenn in der Kundenkartei eines Piercers die den Nippelschmuck beim Stillen nicht ausfädelnde Frau auf der roten Liste mit einem schwarzen Minuspunkt vermerkt wird; ob der Stichkanal nach dem vorherigen Rausnehmen am Ende der Stillzeit noch vorhanden ist (= anderes Thema > siehe „Rauswachsen und zuwachsen“); welche Prioritäten den „ethischen Vorrang“ haben und ob manche Frauen überhaupt Kinder kriegen können dürfen sollen ...

Zum Artikel: es ist, wie so oft, eine Frage der verschiedenen Erwartungshaltungen / für die unterschiedlichen Möglichkeiten der Leser zu profitieren. Ein Medizinstudent oder ein Arzt wird diesen Text wahrscheinlich als „eine gerade mal ausreichende oberflächliche Beschreibung eines engagierten Hobby- Dilettanten“ betrachten; für einen modernen jungen Menschen, dessen Gedanken um den am leichtesten zu bekommenden Tschik und das nächste Besäufnis kreisen, mag er eine heillose Überforderung sein - und beides ist legitim.
Und manchmal (zwar selten, aber doch) ergibt sich eine sachliche Diskussion / fachliche Richtigstellung etwaiger Fehler durch kompetente Leute (die nicht unbedingt Piercer sein müssen!) oder durch neue Erkenntnisse und so weiter - und dann hat sich die Mühe eines gründlichen Laien- Fachartikels allemal gelohnt ...

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Kurze ANATOMIE (Histologie) und Physiologie der weibl. Brust
Mamma ist das lateinische Wort dafür. „Mammalia“ ist der Wortstamm und bedeutet Säugetier. Die Brust ist ein sekundäres Geschlechtsmerkmal, das sich erst allmählich ausbildet. Die primären Geschlechtsorgane sind alle schon bei der Geburt vorhanden und dienen der Ausscheidung und der Fortpflanzung. Erst in der Pubertät entwickelt sich die Brust bei Jungen und Mädchen unterschiedlich. (Weil ich so brav bin / war, ist mir das vor lauter Beten und Studieren gar nicht aufgefallen; dann war ich mit Klettern und Schitouren beschäftigt - bis weit nach der Matura = Abi wußte ich gar nicht, daß es auch Mädchen gibt.) Sie ist im äußeren Erscheinungsbild individuell sehr verschieden. Das liegt zum einen an einem sehr variablen Fettgewebsanteil, der bei jeder Frau unterschiedlich ist, zum anderen natürlich am Alter - die Brust enthält Bindegewebe, das im Laufe der Jahre an Festigkeit abnimmt.
Die Milch, die in der Stillzeit produziert wird, ist eine Emulsion aus Fetten (sogenannte Lipide) in Wasser. Diese Fette sind in feinsten Tröpfchen in der Milch vorhanden. Zudem sind Kohlehydrate, Salze, Vitamine und Eiweiße enthalten. Auch ein gewisser Immunschutz wird in Form von Antikörpern weitergegeben. Die Milch erobert sich der Saugerling über die Brustwarze aus der Brust der Mutter.
Colostrum ist die Vormilch / das Vormilchsekret, das in den Brustdrüsen während der ersten 24 - 28 Stunden nach der Entbindung produziert wird.

Die Brust ist eine Drüse, die entwicklungsgeschichtlich von den Schweißdrüsen der Haut abstammt. Sie liegt über der 2. bis 7. Rippe. Jede der beiden weiblichen Brüste setzt sich aus dem Brustdrüsenkörper, der BW und dem Warzenhof zusammen. Die meist kegelförmigen Drüsenkörper stehen 3 bis 5 cm „in den freien Raum ab“, das Gewicht einer europäischen weiblichen Brust beträgt etwa 125 bis 275 Gramm. (Das ist eine Durchschnittsangabe!! Wenn mich nun wieder, wie bis jetzt schon paarmal geschehen, ein Mädel anspringt und im Falle des aktuellen Themas keift: „Du Hals- und Busenabschneider, ich hab´ D 80 und meine Freundin hat noch mehr, aber die weiß ja gar nicht, was sie für ein Glück hat!“ - so werde ich das wohl aushalten müssen.) Das Gewicht kann sich beim Stillen verdoppeln oder sogar verdreifachen - je nach Ausgangslage.
Die Brustdrüse besteht aus 15 bis 20 Einzeldrüsen, Bindegewebe und individuell unterschiedlich viel Fettgewebe. Jede Einzeldrüse besitzt einen Ausführungsgang in die BW, den HAUPTMILCHGANG. Eine Aufweitung kurz vor seiner Mündung wird als Sinus lactiferi bezeichnet und dient in der Stillzeit als Milchreservoir (schmatz saug sabber ...)
Wenn man von vorne auf die Brust schaut (ICH schaue vorwiegend in´s Antlitz der Geliebten und meine Blicke hängen an ihren Lippen, um in vorauseilendem Gehorsam sofort jeden Wunsch ablesen zu können) verlaufen die Milchgänge vom Inneren strahlenförmig auf die BW zu. Jede Einzeldrüse besteht aus mehreren Drüsenläppchen (Lobuli), die durch ein Mantelgewebe voneinander abgegrenzt sind. In die Hauptmilchgänge münden die Ausführgsgänge der einzelnen Lobuli.
Der Aufbau eines jeden dieser Drüsenläppchens ähnelt einer winzig kleinen Weintraube. Die Trauben sind dabei kleine Bläschen (sogenannte Alveolen), und die Stiele sind die ableitenden Milchgänge. In den Alveolen wird die Milch während des Stillens produziert - sie sind mit Milch angefüllt; ansonst sind die Alveolenbläschen flüssigkeitsleer und flach. Ein Milchgangsystem vebindet die Alveolen eines Drüsenläppchens wiederum traubenförmig miteinander. Dadurch kann die Milch aus den Alveolen in die kleinen Milchgänge fließen, die in den Hauptgang münden, der sich an einer Stelle noch einmal deutlich aufweitet (siehe vorhin Sinus lactiferi).
Die BW (mamilla) ist 4 bis 12 mm breit. In sie münden etwa 15 bis 20 Ausführungsgänge (Milchkanäle). Sie sind von Epidermisepithel bedeckt, das vor Keimen schützt, die sonst leicht in die Milchgänge einwandern und Infektionen hervorrufen könnten. Die BW ist ebenso wie ihr Hof braun (dunkler) pigmentiert. Im Warzenvorhof (Areola mammae), der sich 1.5 bis 2.5 cm im Durchmesser erstecken kann, liegen viele Talgdrüsen (Montgomery- Drüsen), deren Produkt die BW geschmeidig macht. Zarte Muskelfasern in der BW (bzw in deren Vorhof) ermöglichen ihre Erektion - die Brustwarze richtet sich also durch eine Muskelanspannung auf, nicht durch Einströmen von Blut (im Unterschied zum Penis).
An dieser Stelle bietet es sich an, weitere grauenhafte Märchen die weibliche Brust betreffend zu korrigieren: große Hupen = der zukünftige Nachwuchs hat genug zu trinken; kleine Titten = Säugling muß zusätzlich Bier bekommen, wenn er nicht verdursten will.
Ferner: steife Nippel sind nicht automatisch ein Zeichen von Geilheit, und sie müssen bei sexueller Erregtheit nicht immer zwingend vergrößert und aufgerichtet sein!
Invertierte Nippel (Schlupfwarzen) können ebenfalls ein Bähbie ernähren - und sie können sogar sinnvoll gepierct werden!

Die weiblichen BWn halten (anläßlich bestimmter Aktivitäten) erstaunlich viel an Belastung aus - weit mehr, als die Besitzerinnen ahnten. Anderseits reagieren sie faszinierend sensibel auf zarteste Berührung, sogar ganz sanften Luftzug, auf Benetzung mit Flüssigkeit und Temperaturschwankung. Es ist klar, daß besonders letzterer Umstand für eine gepiercte BW im Winter auch lästig sein kann.

Die Brustdrüse ist sämtlichen hormonellen Schwankungen während des Menstruationszyklus, in der Schwangerfaft und Stillzeit bis zur Menopause und sogar bis ins hohe Alter unterworfen. Östrogene und Progesteron fördern die zyklusabhängigen Veränderungen.
Eine erste Drüsenschwellung tritt sowohl beim Mädchen als auch beim Jungen in den ersten nachgeburtlicheen Lebenswochen auf: mütterliche Hormone gelangten über den Blutkreislauf in den Körper des Kindes. Dadurch sind die Milchgänge zystisch ausgeweitet und enthalten sogenannte Hexenenmilch aus Fett, weißen Blutkörperchen und abgeschilftertem Epithel. Nach der Geburt fallen die mütterlichen Hormone weg und die Veränderungen bilden sich in den nächsten Wochen zurück.
Die erste Knospung der weiblichen Brust heißt Thelarche. Sie ist bei Mädchen heutzutage meist zwischen 10 und 12 Jahren in der Regel das erste sekundäre Geschlechtsmerkmal, das ausreift, also das erste Zeichen der Pubertät. (Früher, vor etwa 50 Jahren, setzte diese Veränderung ein bis zwei Jahre später ein; bei manchen südlichen Völkern beginnt sie ein Jahr früher, viele Mädchen sind mit 13 Jahren - körperlich zumindest - schon voll entwickelt und von ihren Eltern bereits an den Bräutigam verkauft.) Die hormonellen Veränderungen im Körper steuern auch die äußerern Entwicklgungen, die Brustdrüse nimmt nun um das etwa 20- fache an Größe zu.
Sowohl das Drüsengewebe als auch das Mantelgewebe und das Gangsystem sind hormonabhängig. Nur das Bindegewebe unterliegt nicht dem Hormonzyklus. Es gibt einzelne Hormone, die nur auf das Gangsystem bzw nur auf das Läppchensystem wirken. Die starke Vergrößerung der Brust ist vor allem durch das Wachstum der Milchgänge bedingt.
Die Hormone Östrogen und Progesteron werden im Eierstock gebildet und sind beide für Entwicklung und Wachstum der Brustdrüse verantwortlich. Unter dem Einfluß von Progesteron steht vor allem die Differenzierung des Läppchensystems und des Milchgangsystems.

Bei der geschlechtsreifen Frau unterliegt also die Brust hormonbedingt den zyklischen Veränderungen, und so kann es zu spezifischen Veränderungen der Brust während des Zyklus, aber auch während der Schwangerschaft und Stillzeit kommen. Währed der Menstruation finden regressive Veränderungen an den Gängen und am Epithel der Läppchen statt.
Östrogen bewirkt hingegen eine Epithelproliferation (eine Vermehrung des Drüsengewebes) und ein Wachstum des Milchgangsystems, und das umgebende Bindegewebe ist aufgelockert.
Ein Hormon, das im Eierstock gebildet wird, bewirkt in der zweiten Hälfte des Zyklusses eine vermehrte Verzweigung des Milchgangsystems, das sein Maximum kurz vor der Menstruation erreicht. Zu diesem Zeitpunkt kann es hormonbedingt zu einer Schwellung kommen, die häufig durchaus schmerzhaft ist. All diese Veränderungen währed eines Zyklus sind normal, treten jedoch nicht bei jeder Frau gleichermaßen (unangenehm) auf.
Während der Menopause, wenn es bei der Frau zu keiner Monatsblutung mehr kommt, bildet sich das Drüsengewebe zurück und das Fettgewebe nimmt zu.
Auch während der Stillzeit kommt es zu spezifischen Veränderungen der Brust. Das Hormon Prolaktin (in der Hypophyse im Gehirn gebildet) fördert das Brustwachstum und die Milchproduktion. Es wird einerseits natürlich während der Stillzeit ausgeschüttet, es kann jedoch auch stressbedingt oder medikamentös verursacht mehr Prolaktin im Blut einer Frau vorhanden sein. Anreiz für seine Produktion ist hauptsächlich das Saugen des Kindes an der BW. Hunger und Aufregung können aber ebenfalls die Prolaktinausschüttung ankurbeln.

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Das B R U S T W A R Z E N P I E R C I N G / Nippelpiercing

Die Relation der Meinungen schaut etwa so aus: bei zehn Meldungen zum Thema (Schmerzempfinden bei der Montage, Schmuckauswahl, Abheilzeit, „erotischer Nutzen“, Pflege ...) gibt es etwa sieben verschiedene Ansichten. Ich gebe nun eine möglichst sachliche Darstellung, die natürlich teilweise trotzdem subjektiv gefärbt ist (eigene Vorlieben, persönliche Erfahrungen ... ! ).

Das BWP gilt als sehr verführerisch und ist bei beiden Geschlechtern inzwischen fast gleich beliebt. Noch führen die Frauen mit knappem Vorsprung, wobei die Statistik nicht in jedem Studio identisch ist - mancherorts liegen die Frauen deutlicher vorne (Unterschied Europa - USA, Stadt - Land).
Ich halte es für eines der kostbarsten Piercings für Sie UND Ihn, und wenn ein „schöner“ weiblicher Busen / Nippel mit „schönem“ Schmuck besetzt ist, so ergibt das überhaupt eine der ästhetisch ansprechendsten Kombinationen! Wie kläglich schneidet die tollste Schmiere im Gesicht und an den Nägeln sowie der teuerste, stinkendste Spray gegen einen nur schlichten, aber faszinierend schönen Stecker ab! Nippelschmuck, der sich leicht durch´ s Gewand abdrückt, ist für mich einer der reizvollsten Anblicke und eine der sinnlichsten Möglichkeiten für ein Mädchen / eine Frau, ein Piercing zu tragen. (Der Schönheitsbegriff ist aber stark abhängig von Epoche / Kulturkreis und persönlichem Geschmack, und deshalb die Anführungszeichen! Ich meine allerdings: wenn ein Mann seine Partnerin wirklich liebt, so mag er sie mit süßen kleinen Brüsten genauso wie mit üppig- fraulichen Rundungen ... )

Die Plazierung ist abhängig von Form und Größe der Nippel sowie dem Wunsch des einzelnen. Der Stichkanal führt direkt horizontal, diagonal oder vertikal durch die eigentliche Brustwarze (meist im mittleren Bereich). Ist die jedoch klein, wird an der Brustwarzenwurzel oder aber auch noch tiefer (schon im Bereich des Warzenvorhofs) gestochen. Letzteres ist bei den Helden, Recken und Kämpen und allen anderen tapferen Mannen meist der Fall, da hier die Knospengröße in der Regel besonders kümmerlich ausfällt. Wenn die BW also sehr klein und / oder flach ist, dann ist bei nicht fachgerechter Anbringung die Möglichkeit des Herauswachsens durchaus vorhanden. Die Gefahr des Herausreißens beim gierigen Ausziehen, beim Duschen (was relativ oft passiert) oder beim Lustgewinn ist ebenfalls größer.
Bei Frauen ist das Nippel - Piercing einfacher durchzuführen, weil sie in der Regel vom lieben Gott (für Atheisten: von der Natur) mit größeren Knospen bevorzugt sind. (Eine einzige Ungerechtigkeit ist diese Welt!) Vertikale Piercings "wandern" fast immer ein bißchen, sodaß sie automatisch leicht diagonal werden.
Ich habe aber auch schon bei einem Mädchen, das unbedingt ein BWP haben wollte, aber der Versicherung bezüglich des späteren Stillens nicht traute, folgende Variante gewählt: oben am Übergang zum Vorhof horizontal einen Bananenbarbell eingefädelt, 1.6 mm, die beiden inneren Kugeln je 1 mm größer im Durchmesser als die äußeren. Das ist optisch ebenfalls ein sehr schöner Anblick, schaut trotz der Krümmung fast zentrisch aus.
Einige wenige Piercer (die wahren „Könner“) stechen das BWP freihand (?); ich bevorzuge die Klemmpinzette / Lochzange, wobei ich die Stichrichtung immer von unten nach oben beziehungsweise von innen nach außen wähle (im letzteren Falle also mit der linken oder rechten Hand die Nadel führend) - was aber lediglich Gewohnheit ist.

Neckische Schlupfwarzen werden „herausgelockt“ und dann relativ weit unten oder (wie besonders kleine / flache männliche Nippel) durch den Warzenvorhof gestochen. Soll der Zustand des Verstecktseins beendet werden, so ist ein Piercing die ideale (und sofort erfolgreiche) Vorgangsweise. Neun bis fünfzehn Monate nach der Montage bleibt die gepiercte Knospe auch nach dem Entfernen des Schmuckes herausragend > es ist also ein Piercing beider Seiten überlegenswert. Eine Verminderung des Lustempfindens ist fast nie festzustellen ... eher das Gegenteil.

Ist ein BWP einmal herausgewachsen, so ist ein erneutes Stechen hinter / neben dem vernarbten Erstpiercing meistens erfolgreicher. Allerdings - es ist das die heikelste Situation, die beim weiblichen BWP (ohne sonstige Komplikationen) vorkommen kann. Es ist übrigens weit besser nicht zu warten, bis der Schmuck von alleine ´rausfällt!

Von Anfang an verwende ich als ERSTEINSATZ ausschließlich gerade Stecker aus Titan oder Kunststoff (derzeit am besten PMFK) nicht unter 1.6 mm Durchmesser. Die Stichkanäle heilen aus physikalischen und physiologischen Gründen erfahrungsgemäß (= viele Piercings der gleichen oder zumindest vergleichbaren Art an vielen Menschen in vielen Ländern durch etliche Jahre beobachtet) einfach besser ab. Warum das so ist, habe ich schon oft genug erklärt.
Meine Standardleier dazu: wenn nun eine Dumpfbacke dahergesprungen kommt und erklärt: „Du alter Dösel, ich habe seit 5 Monaten, 5 Wochen und 4 Tagen Silberringe von 1.2 mm Dicke als Ersteinsatz und die waren nach 2 Wochen und 3 Tagen und 2 Stunden vollkommen ausgeheilt und sind noch immer nicht rausgewachsen, du häßlicher Miesmacher du, und mein lover findet meine Ringe gar nicht so toll, du Falschversprecher“, und wenn besagte Maid dann knallhart den Schluß zieht: bei mir war es so, also ist es allgemeingültig - dann kapituliere ich (bis auf die Abheilzeit ist alles andere übrigens tatsächlich möglich).
Wenn jemand eigenen Stahlstift mitbringt (über 1.6 mm Stärke wesentlich billiger und auch einfacher zu bekommen als Titan, Niob, Kunststoff oder Gold) und SICHER weiß, daß er keine Nickelallergie hat, setze ich auch diesen ein (Zusatzvermerk auf der Einverständniserklärung). Verboten ist es trotzdem, weil ein Mensch über Nacht ja plötzlich eine Allergie kriegen kann, von der er sich bis jetzt nichts träumen ließ, die nicht einmal kannte! Allergieprobleme gehören aufgrund unserer „modernen“ Lebensweise zu den Erkrankungen mit den höchsten Zuwachsraten.
Beim männlichen Prunkstück ist am häufigsten 1.6 / 14 mm gefragt. Für die weibliche BW jedoch können zuweilen deutlich längere Stecker notwendig sein, weil bei manchen Frauen die Knospen beim Liebkosen und bei Temperaturschwankungen (Wasser + Wind !) viel stärker ihre Form und Größe verändern als beim Jüngling, Recken im vollen Safte oder Opa. Exaktes Abmessen / Markieren in erigiertem Zustand ist notwendig. Stifte unter 1.6 mm sind absolut nicht empfehlenswert !
Wer mit dem späteren Dehnen liebäugelt, sollte bedenken, daß eine Montage gleich mit 2.00 bis 3.2 mm (in Austria nur bis 2 mm erlaubt) kaum heftiger spürbar ist als die Standardkanüle. Wer allerdings eine ausgeprägte masochistische Ader hat, kann sich mit Omas Stricknadel selbst löchern und dann mehrmals die genußvolle Prozedur bis ... mm und mehr genießen.
Oft kommt es vor, daß die Kugeln eng anliegend gewählt werden, weil die etwas schwierigere Pflege und die Vergrößerung der BW in bestimmten Situationen nicht als störend empfunden werden. Die Kugeln werden dann zeitweilig leicht in die BW hineingezogen - schaut auch gut und straff aus. Doch Stecker ab 2.0 mm, jedenfalls ab 2.4 mm Stärke, sollten etwas länger sein (links und rechts 2 mm oder mehr herausragen), da sonst der (reizvolle) Anblick des massiveren Schmuckes einfach nicht zur Geltung kommt.

Weil ich im Beitrag „Betäubung / Schmerz(vermeidung) beim Piercen“ diesen Teilbereich schon ausführlich behandelt habe, genügt nun eine von vielen Piercern und deren Opfern meist anerkannte grobe Faustregel: wer ein BWP ohne Betäubung ausgehalten hat, der / die braucht sich vor fast keinem anderen Piercing mehr zu fürchten.

Eine Hilfe für die Entscheidung, ob nur einer oder gleich beide Nippel geschmückt werden, mag folgende Tatsache sein: sobald die BW gepierct ist, wird sie besser durchblutet und vergrößert sich. (Sie wird bei beiden Geschlechtern auch sensibler und hält bei 2.0 mm dennoch heftigere Liebkosungen und Gewichte und Ketterln aus.) Eine gepiercte BW nimmt also gegenüber der nichtgepiercten besonders bei Männern innerhalb kurzer Zeit mitunter erheblich an Größe (Volumen) zu. Viele betrachten das als angenehmen Nebeneffekt.
Jedoch: der Kontrast läßt die nichtgepiercte BW gerade bei den Buben innerhalb weniger Monate recht kümmerlich und bedauernswert erscheinen. Und wenn der Schmuck entfernt wird, bleibt der Größenunterschied bestehen. Werden beide Knospen relativ knapp hintereinander bestückt (anzuraten bei weiblichen Schlupfwarzen), so ist das halt wie bei Zwillingen im Vergleich zu zwei Einzelkindern - manches ist mühsamer, manches ökonomischer! Die Abheilzeit kann bei gleichzeitiger Montage und derselben sorgfältigen Pflege dennoch beträchtlich schwanken! Hadert nicht mit dem Schicksal, akzeptiert das in so einem Fall einfach.
In manchen Geschäften bekommt man / frau bei gleichzeitiger Bestückung beider Seiten einen Preisnachlaß (auf jeden Fall empfiehlt sich energisches Nachfragen); ausschlaggebend sollte das aber nicht für die Wahl sein - wenn alle Sachfragen geklärt sind, entscheidet die persönliche Vorliebe, ob beide Brustspitzen dran sind oder nur eine (die aber vielleicht mit einem Kreuzpiercing). Für Liebhaber der Symmetrie mag der Rabatt aber ein Anreiz für „beide Seiten zugleich“ sein.

Pflegeanleitung:
Im Ösiland ist zur PFLEGE als Desinfektionsmittel nur Octenisept zugelassen, und dies empfehle auch ich - vieltausendfach bei Piercings aller Art ist es die Standardanwendung.
Die Austrocknung der Haut stört aber manchmal (da es als starkes Detergens wirkt und Fette entfernt) > die Haut kann rot, spröde und „dick“ werden; es wird manchmal als „zu scharf“ empfunden; zuweilen verklebt es auch gerne.
Wenn es in ganz seltenen Fällen überhaupt nicht wirkt, dann muß man notgedrungen auf andere Mittel ausweichen, die mehr oder weniger gut wirken: Salbeitee (dem Kamillosan vorzuziehen, weil Kamille auch eine leicht austrocknende Wirkung hat), Eigenurin (sollte man nicht belächeln), isotonische Kochsalzlösung (einen Versuch mag es wert sein - sie verunreinigt aber schnell), Teebaumöl (verdünnen!), Prontolind (Prontoderm®), H2Ocean, Betaisodona flüssig (nicht gleichzeitig mit Octi verwenden!) ... Die desinfizierende Kraft der zuerst genannten Mittel ist allerdings nicht so stark wie bei den beiden letztgenannten!
Betaisodona (Jodallergie? Harmlose Hautfärbung, unangenehme Trübung der Schmucksteine) ist eine bewährte Alternative.
Die Empfehlung der in der Regel rezeptpflichtigen AUGENSALBEN Refobacin und Dexamytrex ist in Austria den Piercern verboten. Im Ausland helfen sie manchmal erstaunlich gut. Der Gebrauch von Salben an einem zickenden Piercing (Stichkanal) sollte aber immer eine Ausnahme sein!! Rebofacin- Tropfen lassen sich so bequem wie jedes andere flüssige Medikament anwenden; ihre Wirkung ist aber nicht so intensiv wie bei der Salbe.
Weil die Mittel aber ein Antibiotikum (Gentamicin) enthalten, sollten sie wegen der stetig anwachsenden Resistenzen nicht bei den „normalen“ üblichen Entzündungen nach dem Frischpiercing angewendet werden, sondern wirklich nur bei infizierten (eitrigen) Stichkanälen.

Zu enge Kleidung, die auf der frischgepiercten Stelle straff aufliegt, vermeidet man / frau besser. Ein gut sitzender (nicht zu lose und nicht zu enger, eventuell gepolsteter) BH für die weibliche Brustspitze ist schon was wert. Jedoch: manche Piercerin sagt anderes - keine gepolsterten BHs, weil das den Wundkanal in seiner Ausrichtung durch zu starkes Hochdrücken beeinflussen kann. Na ja, ich bin kein Halfter- Experte ... Plausibel erscheint mir, eine einfache Stilleinlage zu verwenden.
Jeden zweiten Tag frisches Pflaster. Am allerbesten wäre aber zwischendurch kein Pflaster und (wenn Frau es sich leisten kann) kein BH, dafür aber Luft und Halbschatten am Balkon oder im Garten! Dann (man / frau möge sich nichts vormachen !) 8 bis 14 Monate für gründliche Abheilung, manchmal auch länger.
Drei Wochen lang Vollbad und Schwimmen meiden (aber nicht wegen des Chlors), Duschen wie üblich, Sauna und Solarium ebenfalls auslassen (Jahreszeit / Urlaub beachten!); kein Wasserstoffperoxid (H2O2), keine Salben.
Im Salzwasser schwimmen ist jedoch erlaubt - allerdings: es kommt auf´s Meer drauf an ... normalerweise schadet das nix - an manchem adriatischen Strandabschnitt würde ich mit einem frischen Piercing selbst bei großer Hitze aber nicht freiwillig baden wollen. Da ist Schwimmen in einem wirklich sauberen Alpensee (Wasserklasse I) weit risikoloser (feinste Sandkörnchen können trotzdem igendwie in den Stichkanal gelangen).

Einschub / Hinweis: gegen Stiche - nicht nur Insektenstiche, sondern gegen alle Stichwunden - hilft der homöopathisch aufbereitete Sumpfporst. Diese Pflanze ist eigentlich ein Unkraut, das an Bächen und Sümpfen wächst. Bei jeder Stichverletzung ist eine sorgfältige Desinfektion der Wunde (und bei Bedarf die Auffrischung der Tetanusimpfung) ratsam. Unabhängig davon aber wirkt die sofortige Einnahme einer Dosis von 5 Globuli (Kügelchen) Ledum C 200 (in der Apotheke erhältlich) abschwellend und schmerzlindernd. Oft können Eiterungen dadurch verhindert werden. (Ob der Pflanzenwirkstoff in dieser geringen Konzentration tatsächlich eine Infektion hintanhalten kann, dafür würde ich mich nicht verbürgen.)
Deutlich schmerzstillend sind fast immer auch kalte Umschläge.
Man beachte jedoch die richtige Anwendung der Eisbeutel und kalten Auflagen!

Jedes neue Piercing entzündet sich (je nach Körperstelle, persönlicher Veranlagung, Pflege und Art des Schmuckes / Verträglichkeit des Materials) mehr oder weniger - entscheidend ist, daß bei einer stärkeren Entzündung der Körper innerhalb einer gewissen Zeit (eine sorgfältige Nachsorge unterstützt ihn dabei) diese bewältigen kann. Jedoch häufiger als bei anderen Piercings kommen beim BWP zwei Widrigkeiten vor.

. 1) Bei der Abheilung folgendes Mißgeschick: während dieser (Reparatur)Phase wird um den Stecker eine „Röhre“ gebildet. An den Austrittslöchern fangen dann Hautzellen an, sich zu teilen und sich langsam ins Innere des Stichkanals „vorzuarbeiten“ (Epithelisierung). Bis dieser Prozeß abgeschlossen ist, wird ständig weißliche Wundflüssigkeit produziert, die am Schmuck zu gelblichen Ablagerungen festtrocknet. (Aus diesem Material wird z.B. auch die Kruste auf einem aufgeschlagenen Ellbogen gebildet.) Das Piercing ist nun recht empfindlich, blutet zuweilen. Trotzdem wird die anfangs entstandene Rötung weiter zurückgehen und das Piercing wird aufhören, wie eine frische Wunde auszusehen, sobald die Hautneubildung begonnen hat. Wenn es zwischendurch jedoch unangenehm zieht oder lästig juckt (letzteres kann auch ein Zeichen für Heilung sein) und wenn man / frau nun nachschauen / den Stecker reinigen will, so kann man leicht den ganzen (aber noch nicht gefestigten!) Hautschlauch herausziehen und die Heilung muß von neuem beginnen.

. 2) Bei diesem Piercing gilt in höherem Maße, was für alle anderen Piercings ebenfalls zutrifft: auch längst ausgeheilte BWPs können sich (durch Druck, Verunreinigung / nachlassende Pflege, chemische Reizung durch Kosmetika, mechanische Verletzung / Hängenbleiben, Temperaturwechsel / Winter ...) wieder rasch und manchmal auch überraschend entzünden!
Auch nach einer abgeschlossenen Wundheilung kann ein Sekret austreten. Es besteht in der Regel aus abgestorbenen Zellen, die der Körper abstößt.
Zuweilen kommt es vor, daß ein Ring oder Stift, der an einer anderen Körperstelle (sogar an der anderen Brustspitze!) problemlos vertragen wird, von der BW hartnäckig nicht akzeptiert wird!

Kontraindikation / ernsthaftere Gefahren / Komplikationen.
Mal abgesehen von den allgemein Hindernissen (zum Beispiel: Frauen, von deren Schwangerschaft der Piercer weiß, darf er in Austria nicht beringen / besteckern - auch an anderer Stelle nicht!) ist am ehesten eine durch Milchstau bewirkte Entzündung oder eine durch Bakterien hervorgerufene Infektion der Brustdrüse (Mastitis) möglich, die aber außerhalb der Stillzeit eher selten ist.
Nicht direkt mit dem Piercen in Zusammenhang zu bringen: Narbengewebe zeigt besonders in der weiblichen Brust mehr Neigung zur Bildung von Tumoren als „normales“ Gewebe. Schon jede achte „Durchschnittsfrau“ (also „den Umständen entsprechend gesund“ und ohne Narben in der Brust und ohne Nippelschmuck!) erkrankt in unserem Kulturkreis an Brustkrebs - Tendenz steigend! Und durch massive Narbenbildung können die Milchgänge unbrauchbar werden!

Nach der Abheilung kann man und vor allem frau viel schönen Zusatz - Schmuck tragen (dezente und auch auffallendere „Brustschilder“ / Nipple- Disks, Nippelklemmen, Kettchen der verschiedensten Machart, feinzieselierte Gewichte aus Stahl, Gold usw.) und muß eigentlich nur der Versuchung zu übertreiben widerstehen. Ich bevorzuge und empfehle den Stich waagrecht zentrisch ziemlich an der Basis. Nippelschilder sind dann nicht so einfach zu tragen, bei einem eventuellen späteren Kreuzpiercing muß der senkrechte Stift dann vorne Platz haben oder (oft nicht so günstig) länger durch den Vorhof gehen.
Sehr schön finde ich einen geraden Barbell, der mit einem pendelnd gelagerten Halbring mit drei Steinen kombiniert ist.
Heutzutage gibt es weit mehr als einfache Stahl- oder Goldringe (wenn das Piercing erst einmal verheilt ist !!). Einige Goldschmiede haben sich auf speziellen Brustschmuck spezialisiert und entwerfen tragbare Stücke für jeden Geschmack. Von schlichten Anhängern bis zu juwelenbesetzen Blütenzweigen, stählernen »Nipple- Disks« (Scheiben mit Loch, die über die Brustwarze gezogen und mit einem Ring oder Stecker gehalten werden) oder zarten Brustschilden ist vieles machbar. Leider gilt auch hier, daß besondere Dinge teuer sind und der »Sex - Zuschlag« meist nicht zu übersehen ist.

Stillfähigkeit:
Bei sachgemäßer Durchführung wird diese kaum beeinträchtigt; ein paar Milchkanäle gehen zwar drauf, aber Frau hat genug davon, sodaß ausreichend dieser Milchkanäle intakt bleiben - oft kommt Bähbie mit dem Schlucken gar nicht nach. Sollte der Milchfluß ausbleiben, so ist der Grund nicht ein korrektes BWP. Nochmal: Form und Größe der weiblichen Brust lassen keinen Rückschluß auf die Ergiebigkeit zu!
Der gängigste Rat ist folgender: Frau sollte den Schmuck etwa drei bis eineinhalb Monate vor der zu erwartenden Geburt herausnehmen und etwa drei Monate nach der Abstillzeit wieder einsetzen. Fast immer ist dann das Piercing zugewachsen, sodaß ein neues nötig wird. Bei vorheriger guter Verheilung verengt sich der Stichkanal aber manchmal nur, sodaß er nach dem Abstillen wieder vorsichtig gedehnt werden kann (passendes Werkzeug!). Selten ist der Stichkanal an seinen Enden nur von einem dünnen Häutchen verschlossen, das weniger Mühe beim Neueinsatz macht.
Wenn das Piercing aber keine Probleme macht, kann frau es auch bis zur Geburt (oder, in seltenen Fällen mit Einverständnis des Arztes, auch während der Geburt) belassen. Bei Vergrößerung der Brust(warze) während der Schwangerschaft ist ein längerer Stecker (der einem Ring mit größerem Durchmesser vorzuziehen ist) empfehlenswert. Außerdem ist der Colostrum- Austritt (Wiederholung: das Abrinnen der Vormilch) bei vorhandenem Schmuck geringer.
Manche Frauen entfernen ihren Schmuck auch während der Stillzeit nicht oder nehmen ihn nur für das Menü heraus. Die passende Alternative muß jede Mutter individuell für sich herausfinden > siehe Artikelende, die geeignete Trinktechnik der Saugerling.

Kurzer historischer Überblick:
Das Tragen von Schmuck an bestimmten Körperstellen ist älter als der Terminus „Piercing“ an sich. Was manchen als moderne Demonstration von Ritualerneuerung, Körperbewußtsein und Protest oder als verdächtig - zwielichtige Variante des Körperschmuckes vorkommt, hat bereits eine jahrhundertelange Tradition. Bei vielen Völkern war und ist es teilweise noch immer so, dadurch Aussagen über ethnische Zugehörigkeit, Familienstand / Verwandtschaft, Alter, Geschlecht, Sozialrang, Gemütszustand / Persönlichkeit, Reichtum usw. zu vermitteln - Piercings hatten / haben bei ihnen also nicht nur bloße Schmuckfunktion.
Die Ringe an den Brustknospen und die Knochen in den Nasen der Papuas sind archäologisch belegt ! (Ebenso wie z.B. der kostbare Ohrschmuck und der prachtvolle Nasenring der Pharaonen 3000 Jahre vor unserer Zeit.)
Die römischen Centurios trugen rechts Brustwarzenringe als Ausdruck ihres Mutes und ihrer Männlichkeit, angeblich sogar zur Befestigung ihrer kurzen Umhänge.
(. taetowiermagazin: wer schon einmal eine Weile mit Gewichten an den Brustspitzen herumgelaufen ist wird allerdings wissen, daß dies nicht allzu lange ein angenehmes Gefühl ist. Plausibler scheint, daß zumindest die Ringe zum Befestigen von Kleidung an der entsprechenden Stelle eines anatomisch richtig geformten Brustpanzers befestigt waren.)
Eine Renaissance erlebten die »Busenringe« im späten 19. Jahrhundert. Der Historiker Eduard Fuchs berichtet in seiner „Illustrierten Sittengeschichte“ von einem „Piercing - Wahn“ unter den modebewußten Frauen der englischen Oberschicht und Halbwelt: viele trugen damals schmückende Ketten von Brust zu Brust, um ihren Busen zu betonen und wegen des Wachstums, das die Knospen durch das Tragen von Ringen erfahren.
In der viktorianischen Ära zeigten Frauen der höheren Gesellschaft ebenfalls Ringe durch die Brustspitzen als Modeaccessoires.
Der Weg des Piercings läßt sich also vom Altertum bis in die Neuzeit ziemlich genau verfolgen.

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FOLGERUNGEN aufgrund des nunmehrigen Wissens:
. 1) Grundsätzlich: es ist nicht möglich (auch „freihand“ nicht = ohne Klemmpinzette / Zange) eine BW zu stechen, ohne daß ein Milchkanal getroffen wird.
Ferner: es gilt als sicher, daß bei einem korrekten narbenfreien Nippelpiercing NICHT alle 15 bis 20 Milchgänge, über die eine weibliche Brust verfügt, zugleich außer Betrieb gesetzt werden! Es bleibt genug Futter für´s Bähbie über, sogar bei einem Kreuzpiercing.
Schließlich (sehr selten, aber doch möglich): bei herausgewachsenem Piercing und folgendem ebenfalls mißglücktem Zweitversuch in Kombination mit Neigung zu starker Narbenbildung können die Milchgänge blockiert werden.

. 2) Das Herausnehmen des Schmucks (wie im Absatz „Stillfähigkeit“ beschrieben) ist die häufigste Vorgangsweise, der ich nicht abgeneigt bin. Es ist zweifelsohne die risikoärmste Möglichkeit, denn das Risiko besteht in diesem Fall lediglich im wahrscheinlichen lästigen Neustechen und dessen Komplikationen.

. 3) Eine Variante ist, den Schmuck während der gesamten Stillzeit zu belassen und ihn nur für die Mahlzeiten rauszunehmen, wenn etwaige Nippelschilde und Ketterln auf gerade Stecker umgetauscht werden. Es sollten günstigerweise Metall- Stifte mit größeren Kugeln sein, weil die sich besser (sicherer) greifen lassen. PMFK- Stecker sind nicht empfehlenswert, weil das Kunststoffgewinde das relativ häufige Auf- und Zuschrauben nicht mal eine Woche überlebt. Selbstverständlich ist das mühsam und zeitaufwe(ä)ndig, die Überreizung der BW durch Schmuckwechsel UND Stillen darf nicht unterschätzt werden!!

. 4) Es ist tatsächlich möglich, den Stecker während der gesamten Schwangerschaft beziehungsweise auch beim Stillen anzubehalten. In diesem Fall ist ein PMFK- Stift 1.6 mm mit kleinen Kugeln (die ebenfalls aus Kunststoff sein können) angebracht. Peinliche Sauberkeit ist selbstverständlich, aber keine Übertreibung - keine Desinfektionsmittel vor dem Trinken. Dem Mund / Gaumen / Rachen ... des Saugerlings schadet der Schmuck nicht - er kriegt keine gratis gespaltene Zunge und keine schiefen Zähne (!!??) davon. Aber es sind mehr Zeit für die Mahlzeit und mehr Abtupftücher und anfangs eine gewisse Übung für Mama und Nachwuchs notwendig. Es scheint mir dies ein brauchbarer Kompromiß zu sein - zeitraubend, doch nicht so nervig (schmerzhaft) wie die vorherige Möglichkeit unter 3.
Aber zwei Tatsachen bleiben: daß nicht nur das Trenzen der BWs schon vor der Geburt mit Steckern spürbarer ist als ohne diese, sondern auch der Colostrum- Austritt als auch das Abfließen der „normalen“ Milch (exakt: immer im Vergleich zu vorher schon herausgenommenem Schmuck und nicht geschlossenem Stichkanal). Und daß die Belastung der Nippel durch einen nicht nur friedlich nuckelnden, sondern herzhaft saugenden neuen Erdenbürger beim Belassen des Schmucks so intensiv sein kann, daß die Mama doch mit dem Rausnehmen spekuliert!

Wegen des / der Piercings keineswegs früher abstillen - es gibt für das Neugeborene ernährungsmäßig nichts Besseres als Muttermilch (falls die nicht vorher von der Mutter selbst durch falsche Ernährung / Lebensweise vergiftet wurde)!
Die negative Haltung der Ärzte zum Thema hat nur zwei Gründe. Sie entspringt Vorurteilen: Kleidung - Aussehen - Habitus / Wesen der Mutter, Abneigung gegenüber Körperschmuck(trägerinnen); der andere ist die ehrliche Sorge um das Wohlergehen des Kindes, gepaart mit Unsicherheit und Ahnungslosigkeit (mangelnde Kompetenz) das „Problem“ betreffend. Ein verständnisvoller Gynäkologe / Kinderarzt hat zweifellos seine Vorteile.

So, und falls zu diesen unter 3 und 4 besprochenen Versuchen einer Frau, ihr geduldig und sorgsam zur Abheilung gebrachtes Piercing nicht zu verlieren UND dennoch ihr Kind bestmöglich zu versorgen, wieder emotionsgeladene Diskussionen auf untermittelprächtigem Niveau entstehen, hier mal unmißverständlich meine Meinung: ich (siehe oben) empfehle diese beiden Varianten nicht, aber ich halte solche Frauen nicht für „verantwortungslose Mütter“. Ich akzeptiere andere Meinungen, und es möge jede(r) seine Sicht der Dinge in sachlicher Form loswerden.
Liebe Muttis, sucht es euch aus! Allen Frauen, die ihr Bähbie (oder Drillinge?) erwarten - und auch den nichtschwangeren - wünscht viel Vorfeude UND ein gesundes Kleinchen ha


Zuletzt bearbeitet von Hans am 25.01.2012, 08:57, insgesamt 13-mal bearbeitet
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Folgende Piercing aus Echtgold kann man im Piercing Shop kaufen


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Vampy
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BeitragVerfasst am: 20.09.2010, 22:13    Titel:

So ich hoffe das das ok ist wenn ich hier mal eine Frage einwerfe, da ich den Artikel sehr gut (endlich mal informativ und auf alles eingehend was man dazu wissen sollte) finde!

Entschuldigt, falls das unerwünscht ist oder die Frage so anders schonmal gestellt wurde, ich habe den Artikel bei meiner Suche im Internet gefunden und mich extra nur für dieses Frage hier angemeldet...
Deswegen hoffe ist das ok...
Ich habe mir vor kurzem... wirklich sehr kurzem (zwei Tage) meine Brust piercen lassen, und habe von meinem Piercer (in einem eigentlich sehr ausführlichen Beratungsgespräch) auch gesagt bekommen dass die Brustwarze sich vergrößern kann. Da ich aber davon ausgegangen bin, dass meine Anatomiekenntnisse ausreichen (man informiert sich ja vorher, aber vielleicht sollte man manchmal doch nachfragen auch wenn man denkt man hats verstanden) bin ich von einer Vergrößerung der Warze ausgegangen nicht des gesamten Vorhofs, der Momentan doch mehr als ein wenig mehr Durchmesser hat als sonst...
Jetzt würde ich gerne wissen ob ich mir nachdem ich das festgestellt habe, zu verwirrt bin und das noch die normale schwellung von dem "Eingriff" ist (Bin da etwas verwirrt weil so garnichts wehtut und nichts...) oder ob das dass ist, was im allgemeinen als Vergrößerung der Brustwarze bezeichnet wird...
Da ich mir die andere Brust auch noch piercen lassen werde, stört mich das im Bezug auf die Symetrie nicht, aber ich würde doch schon ganz gerne wissen woran ich bin... Very Happy


(Das mir sowas auch immer erst einfällt wenn mein Piercer schon Feierabend hat....)

Vielleicht sind ja noch ein paar hier online, die mir weiterhelfen können.^^

(Muss sowas immer so schnell wie möglich wissen...zu ungeduldig um bis Morgen nach der Schule zu warten^^)

Ich danke gleich schonmal für die Hilfe und entschuldige mich nochmals dafür wenns hier nicht hingehört....

Vampy
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Hans
Piercing Freak




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BeitragVerfasst am: 20.09.2010, 23:26    Titel:

Vampy, die Dazu- Schreibmöglichkeit ist doch da, damit man / frau Fragen stellen, Kommentare abgeben, Ergänzungen anbringen, Vergleiche ziehen ... kann! Gleich nach dem Artikel zu schreiben, ist die naheliegendste Variante.
Die Vergrösserung der Knospen betrifft vor allem (manchmal ganz deutlich) die männlichen Prachtstücke, aber nicht nur diese! Eine (mehr oder minder sichtbare) Vergrösserung des weiblichen Vorhofes ist dabei auch möglich, aber es kann nach zwei Tagen natürlich auch sein, daß diese durch eine geringfügige Schwellung bewirkt wird. Die erwähnte Volumenszunahme erfolgt ja erst im Laufe der Zeit nach dem Setzen des Schmucks (beim Mann zuweilen auf das Doppelte und mehr).
Warte einfach mal ab und freu´ dich, daß die Zeit nach der Montage offensichtlich so problemlos für dich verläuft. Du wirst noch viel Freude mit deinem neuen Piercing haben - und nicht nur du ...
Alles Liebe wünscht dir ha
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Vampy
Neuling




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BeitragVerfasst am: 22.09.2010, 17:20    Titel:

Ok, das heist, es ist vollkommen normal... dann brauch ich mir keine Sorgen machen, und weis es dann auch fürs nächste Mal.
Danke!
Dann hoffe ich mal, dass es auch weiter so Problemlos bleibt Smile
Vielen Dank für die schnelle,gute Antwort!!
Grüße
Vampy
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blacksheep22
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BeitragVerfasst am: 07.09.2013, 11:51    Titel:

danke für den aufschlussreichen Artikel Smile

allerdings bleibt bei mir immer noch eine Frage:
dort steht was von kein Wasserstoffperoxid dran machen, allerdings hat mir meine Piercerin empfohlen es mit 3% Lösung zweimal täglich zu reinigen.
Hab auch schon anderswo gehört, dass man das gar nicht nehmen soll, dann pötzlich doch wieder.
Nun bin ich völlig verwirrt. Was ist denn nun wirklich sinnvoll?

grüße
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